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St. Pauli-DSC 17 | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminias Kader bietet Chancen, die Abwehr zu stabilisieren

Behrendt könnte wieder ins Mittelfeld rücken. Cacutalua hat sich für die Innenverteidigerposition empfohlen und sollte neben Börner oder Salger spielen. Angreifer Ulm in Wartestellung

Peter Burkamp
28.09.2016 | Stand 28.09.2016, 11:08 Uhr |

Bielefeld. Wie findet Arminia in die Erfolgsspur? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Klub-Verantwortlichen dieser Tage intensiv. Unabhängig davon, wer von Chefcoach Rüdiger Rehm unter Berücksichtigung der Trainingseindrücke, Verletzungen und Sperren für die Startelf vorgesehen wird, formulierten Mannschaftskapitän Fabian Klos und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi, "dass alle mehr investieren und in jedem Moment des Spiels absolut konzentriert sein müssen". Klos sieht die Basis für eine Wende in der Abwehrarbeit. "Das war es doch, was uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat." Bei den Gegentoren avancierte Arminia mit insgesamt 39 Treffern zum viertbesten Klub der Liga. Eine Rückkehr zu dieser Qualität wünscht sich auch Geschäftsführer Gerrit Meinke. "Wir müssen wieder Zweikämpfe gewinnen, die Standards besser verteidigen und grundsätzlich aufmerksamer auf dem Platz sein." Blickt man genauer auf die Defensiv-Formation der vergangenen Saison, fällt vor allem eines auf: Brian Behrendt spielt nicht mehr im defensiven Mittelfeld, sondern in der Innenverteidigung. Norbert Meier hatte Behrendt eine Position vorgezogen, obwohl dieser sich selbst eher in der Innenverteidigung zu Hause fühlt. Letztlich diente es dem Erfolg des Teams. Behrendt spielte 28 Mal, weitere Einsätze verhinderten Sperren (Gelb-Rot und Rot), überwiegend an der Seite von Tom Schütz oder Manuel Junglas. Dass Behrendt auch in der Innenverteidigung eine sehr gute Figur macht, belegen die ersten Saisonspiele. Und nachdem Manuel Prietl und Tomasz Holota (spielte in Polen auch mal Innenverteidiger) als Verstärkung für das Mittelfeld geholt worden waren, lag es nahe, Behrendt in die Viererkette zu beordern. Da die "Doppelsechs" der Neuen bisher jedoch nicht zu überzeugen wusste, wäre Behrendts Rückkehr auf seine angestammte Position eine Variante, die für Sicherheit sorgen könnte. So würde der DSC auch eher von den Abschlussqualitäten des Ex-Wieners profitieren. Ein weiteres Argument für diese Rochade liefert Malcolm Cacutalua, der den seit drei Spielen fehlenden Julian Börner ersetzt. Nach leichten Eingewöhnungsschwierigkeiten in St. Pauli hat sich der Ex-Bochumer sehr gut eingefügt und gehörte in Aue und gegen Nürnberg zu den besseren Spielern. Mit der Rückkehr von Julian Börner soll es angeblich zum nächsten Spiel am Sonntag in Kaiserslautern klappen. Börner (oder Salger) mit Cacutalua in der Innenverteidigung, sowie Tom Schütz, der zu seinen Bayern-Zeiten schon Innenverteidiger gespielt hat, wieder als Rechtsverteidiger - das könnte ein Teil der Viererkette sein. Für die linke Seite stehen mit Florian Hartherz, Stephan Salger und Sebastian Schuppan (nach seiner Spielsperre) drei Möglichkeiten zur Verfügung. Die Defensive ist allerdings nicht die einzige Baustelle. Auch der Angriff schwächelte gegen Nürnberg. Es fehlte das Tempo im Umschaltspiel. In diesem Bereich bietet sich ebenfalls eine Anleihe an die vergangene Saison an. Mit David Ulm als zweite, sich häufiger fallen lassende, Spitze steht eine Alternative in Wartestellung, die Ballsicherheit, Abschlussqualität und Anspielbarkeit verspricht.

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