DSC-Duo: Manager Samir Arabi (links) und Trainer Rüdiger Rehm. - © Christian Weische
DSC-Duo: Manager Samir Arabi (links) und Trainer Rüdiger Rehm. | © Christian Weische

Arminia Rehm bleibt Trainer von Arminia Bielefeld

Manager Arabi stärkt Coach den Rücken

Bielefeld. Am Tag nach der bitteren 1:3-Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg wirkte Rüdiger Rehm sehr nachdenklich. Während des Trainings beobachtete er viel, führte Einzelgespräche mit Stephan Salger, Christoph Hemlein und Fabian Klos. Sehr wahrscheinlich kreisten seine Gedanken schon darum, wie er die Mannschaft erfolgversprechend auf das Spiel in Kaiserslautern vorbereitet. Für diese Aufgabe genießt Rehm die Rückendeckung der Klub-Verantwortlichen. „Ich wüsste nicht, warum wir dem Trainer das Vertrauen entziehen sollten", sagte Hans-Jürgen Laufer. Der DSC-Präsident stellte gleichzeitig aber auch klar, „dass Mannschaft und Trainer jetzt gefordert sind. Die Truppe ist dafür verantwortlich, sich selbst aus der Situation zu befreien, nachdem sie gegen Nürnberg einen wunderbaren Matchball vergeben hat." Ein Trainerwechsel sei für ihn kein Thema, bekräftigte auch Samir Arabi am Montagmorgen. Auf die Frage, ob die Auswärtsaufgabe in Lautern ein Schicksalsspiel für Rehm sei, antwortete er mit einem klaren „Nein". Der Sport-Geschäftsführer nimmt für sich in Anspruch, nah an Trainer und Mannschaft zu sein und über Einzelgespräche und persönliche Eindrücke eine differenziertere Sicht auf die Lage zu haben. „Wir wollen uns nicht treiben lassen, sondern aus Überzeugung handeln", sagte Arabi. Er wisse um die Mechanismen des Geschäfts und „dass die Punkteausbeute extrem enttäuschend ist". Es gebe Beispiele, in denen Klubs nach einem schwachen Start am Trainer festgehalten und die Wende geschafft hätten. Arabi nannte explizit den FC Augsburg und seinen Trainer Markus Weinzierl. In der Spielzeit 2012/13 rangierte der FC zur Halbserie in der Bundesliga mit nur neun Punkten auf Platz 17. In der Rückrunde holte Weinzierl mit seinem Team 24 Punkte und lief als 15. ins Ziel ein. „Wir stehen zum Trainer und sollten ihm auch die Zeit geben", sieht Gerrit Meinke die Lage aktuell ähnlich wie sein Geschäftsführerkollege. Meinke betonte jedoch auch, dass die Mannschaft gefordert sei, und dazu gehöre auch der Trainer. Die aktuelle Misere habe nichts mit dem Spielsystem zu tun, ist Arabi überzeugt. „In einigen Situationen haben wir uns einfach dämlich angestellt. Da passieren individuelle Fehler, die bei dem engen Niveau in der 2. Liga sofort bestraft werden. Oft entscheiden Kleinigkeiten." Die Mannschaft habe jedoch auch schon gegen Berlin und Hannover gezeigt, dass mehr in ihr stecke. „Darauf müssen wir aufbauen. Ich bin davon überzeugt, dass wir in dieser Konstellation den Bock umstoßen können." Arabi spricht der Mannschaft nicht den Willen ab, er erwartet von ihr aber mehr Gegenwehr. „Wir müssen hoch konzentriert in jede noch so harmlose Situation gehen", sagte der Sport-Geschäftsführer, der die Entwicklung der nächsten Zeit wachsam verfolgen will. Eine positive Nachricht gab es von Brian Behrendt und seiner Frau Carina, die am Sonntag Eltern des kleinen Theo geworden sind.

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