0
Wie viel Zeit geben die Verantwortlichen von Arminia Bielefeld Rüdiger Rehm noch, um die Mannschaft zu entwickeln? - © Christian Weische
Wie viel Zeit geben die Verantwortlichen von Arminia Bielefeld Rüdiger Rehm noch, um die Mannschaft zu entwickeln? | © Christian Weische

Arminia Kommentar zu Arminia Bielefeld: "Die Lage ist besorgniserregend"

Peter Burkamp
26.09.2016 | Stand 26.09.2016, 12:38 Uhr |

Arminias Lage ist besorgniserregend. Zwar ist das untere Mittelfeld punktemäßig noch nicht enteilt und der Anschluss theoretisch in zwei drei Spielen herzustellen. Schwerwiegender als der Tabellenplatz wiegt jedoch, dass die Mannschaft keine Konstanz und wenig Entwicklung zeigt. Ansätzen von Fortschritt folgen Rückfälle in alte Muster. Das betrifft sowohl das Defensiv- wie auch das Offensivverhalten. Bisher sind alle Spiele eng gewesen, chancenlos waren die Arminen nie, zu überzeugen vermochten sie allerdings auch noch nicht über 90 Minuten. Formschwache Führungsspieler, Ausfälle, Pech mit Eigentoren oder Schiedsrichterentscheidungen – all das prägt das aktuelle Bild. Dazu kommt ein neuer Trainer, der kaum Einfluss auf die Neuzugänge hatte und eine gewisse Zeit beanspruchen darf, um die Mannschaft zu entwickeln. Dazu kommt auch ein Kader, bei dem Stand heute durch die Neuverpflichtungen keine spürbare Verbesserung der Qualität auszumachen ist. In der Summe steht ein abstiegsbedrohter Klub, der mit fast der gleichen Mannschaft im Vorjahr den Klassenerhalt geschafft hat, ohne je auf einem Abstiegsplatz zu stehen. Potenzial ist also da. Doch wie bekommen Mannschaft und Trainer es auf den Platz? Die Verantwortlichen sind nun gefordert, die Situation zu analysieren und eine Strategie zu entwickeln. Geben sie Trainer und Team weitere Zeit? Dann sollte das Vertrauen über das nächste Spiel hinausgehen. Oder ist es besser, sich rechtzeitig zu trennen? Für beides gibt es Argumente. Die Entscheidung ist schwer. Ein Abstieg wäre folgenschwerer.

realisiert durch evolver group