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Abgeblockt: Kölns Dominique Heintz (l.) setzt sich gegen Fabian Klos und Andreas Voglsammer durch. - © Wolfgang Rudolf
Abgeblockt: Kölns Dominique Heintz (l.) setzt sich gegen Fabian Klos und Andreas Voglsammer durch. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld erlebt lehrreiche Niederlage gegen Köln

Abstimmungsfehler im Defensivverhalten sowie fehlende Spritzigkeit aufgrund von Müdigkeit in den Beinen und Köpfen sind für Rehm Gründe für das 2:3 im Testspiel

Jörg Fritz
25.07.2016 | Stand 25.07.2016, 07:17 Uhr |

Bielefeld. Rüdiger Rehm redete nach der ersten Testspielniederlage im sechsten Vorbereitungsspiel nicht um den heißen Brei herum. „Die Beine der Spieler waren nach der intensiven Vorbereitung im Trainingslager schwer. Es fehlte an Spritzigkeit, und die Köpfe waren müde", sagte Arminia Bielefelds Trainer nach der 2:3 (1:2)-Niederlage gegen den Bundesligisten 1. FC Köln vor 6.194 Zuschauern in der Schüco-Arena. Die neugierigen Zuschauer erlebten eine Arminia, die in zwei Phasen der Begegnung mit den Geißböcken mithalten konnten. In den ersten 15 Minuten stimmte das frühe Pressing der Gastgeber, die sich mit dieser Art des aggressiven Abwehrverhaltens viele Bälle bereits im Kölner Strafraum eroberten. Die Führung durch einen verwandelten Foulelfmeter (12.) von Fabian Klos (Horn holte Klos von den Beinen) war die logische Folge. „Einige individuelle Fehler, die wir unbedingt abstellen müssen", so Arminias Neuerwerbung Manuel Prietl, leiteten die Wende zu Gunsten der Kölner ein. Nach einem Torwartfehler von Daniel Davari köpfte Anthony Modeste (19.) zum Ausgleich ein. Elf Minuten später profitierte Kölns Torjäger von einem Missverständnis zwischen Christoph Hemlein und dem Österreicher Prietl und erhöhte auf 2:1. „Unsere Löcher in der Abwehr waren zeitweise zu groß", meinte Rüdiger Rehm. „Wir haben zu viele Chancen zugelassen. Wir werden Lösungen finden, dieses Problem abzustellen." Nach dem Wechsel durften sich die Arminen bei ihrem eingewechselten Torhüter Wolfgang Hesl bedanken, dass die Rheinländer nicht zu weiteren Toren kamen. Zumindest in dieser Partie hinterließ Hesl einen weitaus sicheren Eindruck als Davari. Im letzten Spieldrittel lief es für den Zweitligisten wieder ein wenig flüssiger. Nach dem schönen Ausgleichstreffer des gerade eingewechselten Youngster Keanu Staude (58.) lag sogar ein Bielefelder Sieg in Reichweite. Drei Minuten vor dem Abpfiff fälschte aber Julian Börner einen Risse-Schuss ins eigene Tor zum 3:2 für die Kölner ab. Manuel Prietl sprach von einer „lehrreichen Niederlage, die nicht weh tut." Arminia Bielefeld: Davari (46. Hesl) – Görlitz (80. Firmino Dantas), Behrendt, Börner, Schuppan (57. Hartherz) – Hemlein (57. Dick), Junglas (46. Holota), Prietl, Nöthe (57. Staude) – Voglsammer (80. Rodriguez), Klos. 1.FC Köln: Horn – Maroh (46. Klünter), Sörensen (46. Mavraj), Heintz – Olkowski (46. Risse), Özcan (46. Höger), Lehmann, Jojic (46. Bittencourt), Rausch (46. Mladenovic) – Osako (46. Zoller), Modeste (46. Rudnevs). Tore: 1:0 Klos (12., Foulelfmeter), 1:1 Modeste (19.), 1:2 Modeste (30.), 2:2 Staude (58.) Staude, 2:3 Risse (86.)

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