Arminia Bielefeld Manuel Hornig: Fußball ist seine größte Leidenschaft / Liveticker aus Leogang

Gespräch im Trainingslager

Leogang. Bei den Fans von Arminia Bielefeld steht Manuel Hornig besonders hoch im Kurs. Die vorbildliche Einstellung zum Beruf und die Bescheidenheit in seiner Außendarstellung sind Eigenschaften, die ihn zu einem Führungsspieler mit großen Qualitäten bei Arminia haben werden lassen. Der 1,90 Meter große Innenverteidiger geht mittlerweile in seine sechste Saison und ist mit 33 Jahren der älteste Akteur im Aufgebot von Trainer Rüdiger Rehm. „Das ist für mich die längste Phase, die ich jemals bei einem Klub tätig war", sagt Hornig, der 2011 nach dem unrühmlichen Zweitligaabstieg unter Trainer Ewald Lienen für einen Neuaufbau seine Heimat Rheinland-Pfalz verlassen hatte und zum DSC gewechselt war. Aus dem damaligen Aufgebot befinden sich neben ihm mit Fabian Klos und Tom Schütz nur noch zwei Spieler aus der Generation, die zweimal den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte, aber auch einmal den Gang in die 3. Liga antreten musste. „Das Geschäft wird immer schnelllebiger, was aber wohl normal ist", beschreibt der zweifache Familienvater diesen Zustand. In der vergangenen Woche hat Manuel Hornig seinen Profivertrag um ein weiteres Jahr verlängert, „da ich mich für mein Alter, auch wenn es gelegentlich mal zwickt, noch gut fühle und Spaß am Spiel habe." Für ihn ist der Fußball „meine größte Leidenschaft. Ohne ihn würde mir etwas fehlen." Sein Bekenntnis: „Fußballprofi ist der schönste Beruf, den es gibt." Andererseits betont der Blondschopf, dass sein Job nicht gerade familienfreundlich strukturiert sei, was er bislang aber gut hinbekommen habe. Hornig, der für Arminia 106 Pflichtspiele bestritt und sieben Tore erzielte, sieht in Meier-Nachfolger Rüdiger Rehm eine große Herausforderung für sich. „Ein neuer Trainer bringt frische Impulse, was eine Umstellung, aber auch spannende Ideen bedeuten kann." Hornig ist ehrgeizig genug, um einen Platz im Team zu kämpfen. Anderseits ist er sich aber auch nicht zu schade, im Notfall bei der U 23 auszuhelfen. Nach dem Ende seiner Laufbahn steigt der Pädagoge Hornig („Mein Referendariat muss ich noch ablegen") ins Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) der Arminen ein. Die DFB-Elite-Jugendlizenz hat Manuel Hornig bereits erworben, so dass er auch in diesem Bereich ein Wort mitreden kann. Da auch seine Ehefrau Sarah im neuen Schuljahr an einer Bielefelder Realschule eine gute berufliche Perspektive gefunden hat, wird Familie Hornig zumindest mittelfristig in Ostwestfalen-Lippe heimisch bleiben, „auch wenn mir die Pfalz immer noch sehr am Herzen liegt", sagt der Publikumsliebling von der Schüco-Arena. Reporter Jörg Fritz und Fotograf Christian Weische berichten im Liveticker aus dem Trainingslager in Leogang:

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