Hier bejubelt Julian Börner noch seinen Treffer zum 4:1 gegen Greuther Fürth. Wenig später erzielt er auf der Gegenseite das „Kacktor des Monats". - © Wolfgang Rudolf
Hier bejubelt Julian Börner noch seinen Treffer zum 4:1 gegen Greuther Fürth. Wenig später erzielt er auf der Gegenseite das „Kacktor des Monats". | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Armine Börner für „Kacktor des Monats" ausgezeichnet

Verteidiger gewinnt bei WDR-Sendung mit seinem kuriosen Eigentor im Spiel gegen Greuther Fürth

Bielefeld. Einen ganz besonderen Preis bekam Arminias Julian Börner beim Training am Donnerstag: Er wurde für das „Kacktor des Monats" geehrt. Diese Auszeichnung vergibt der Moderator Arnd Zeigler in seiner WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs" für „besonders unattraktive Tore" – als Pendant zum „Tor des Monats" der ARD-Sportschau. Börner hatte beim 4:2-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth am 24. April kurz vor Abpfiff so unglücklich über den Ball geschlagen, dass dieser Torhüter Wolfgang Hesl durch die Beine rutschte. Der Verteidiger nahm den Preis mit Humor, auch weil sein Eigentor am Sieg gegen Fürth nichts mehr änderte. „Wir haben in der Kabine darüber gelacht und mit Bierchen angestoßen", sagte Börner. Der Leidtragende, Keeper Wolfgang Hesl, ergänzte: „Auf dem Platz war ich schon sauer und habe gegen den Pfosten getreten." Zuvor hatte Börner auf der Gegenseite noch das 4:1 erzielt. Das anschließende „Kacktor", das aus einem Fürther Freistoß entstand, war einem Abstimmungsfehler zwischen Hesl und Börner geschuldet. „Eigentlich haben wir sogar eine Abmachung, wann er auf die Linie kommt", sagte Hesl. „Das hat dieses Mal aber offensichtlich nicht funktioniert." Das sieht Börner ähnlich: „Er hat mir vorher noch gesagt, ich soll da weggehen. Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat." „Kacktor-Zepter" als Preis Normalerweise ist der Preis für das „Kacktor des Monats" passenderweise eine Klobrille. Börner bekam jedoch ein eigens angefertigtes „Kacktor-Zepter": eine Klobürste. Der 25-Jährige versprach, der Preis werde einen Ehrenplatz in der Kabine erhalten. „Vielleicht teilen wir ihn uns auch wöchentlich und stellen ihn mal an deinen und mal an meinen Spind", scherzte Hesl. Ein weiteres Eigentor will Börner in der kommenden Saison natürlich vermeiden: „Im offensiven Bereich nehme ich ein Kacktor aber gerne an." Das Tor sehen Sie im Video vom Spiel ab Minute 4:27. Kurios: Arminia Bielefeld ist für Michael Görlitz’ Treffer zum 3:1 gegen den SV Sandhausen am 9. April aktuell auch für das „Tor des Monats" nominiert. Dort gilt allerdings Bayern Münchens Franck Ribéry als Favorit. Börner indes hat nach seinem Sieg nun sogar Chancen auf das „Kacktor des Jahres". Im Zuschauer-Voting für den Monat April jedenfalls setzte er sich mit 63,3 Prozent souverän und mit deutlichem Abstand gegen vier Konkurrenten durch. „Das war ein würdiges Kacktor", urteilte Tim Esselmann aus der Zeigler-Redaktion. Er überreichte den beiden Profis im Namen von Arnd Zeigler einen kleinen Kuchen zum 111. Geburtstag von Arminia Bielefeld. Der Beitrag ist in der letzten ZwWdF-Sendung für diese Saison am kommenden Sonntag ab 23.25 Uhr im WDR zu sehen.

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