Kann auch Verteidiger: Armine Michael Görlitz. - © Christian Weische
Kann auch Verteidiger: Armine Michael Görlitz. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Armine Görlitz macht Dick als Rechtsverteidiger Konkurrenz

Die Gespräche mit möglichen Neuzugängen laufen. Kurzfristige Entscheidungen sind nicht zu erwarten

Bielefeld. Arminia besiegt den aktuellen Tabellensiebten, der vor dem zweitletzten Spieltag sogar noch mit Rang vier geliebäugelt hatte, mit 2:0, und Gästetrainer André Hofschneider gesteht die Unterlegenheit seiner Mannschaft ohne Umschweife ein. Wie ist das zu bewerten? Es bleibt offen, ob das Spiel gegen Union Berlin den gleichen Verlauf genommen hätte, wenn eins oder beide Teams noch in Auf- oder Abstiegskampf verwickelt gewesen wären. Fakt ist, dass die Arminen bewiesen haben, was in ihnen steckt, wenn sie – vom Druck befreit – aufspielen können. „Der Charakter der Mannschaft ist in Ordnung. Für uns kam es nie in Frage, die Serie austrudeln zu lassen", sagte Norbert Meier nach dem vierten Heimsieg dieser Saison. Angesichts der vergangenen drei Heimvorstellungen – Samir Arabi bezieht auch die Leistung gegen Kaiserslautern (0:1) mit ein, ist Arminias sportlichem Leiter „nicht bange vor der neuen Saison, selbst wenn kein neuer Spieler dazukäme. Außer Ulm und Burmeister haben alle, die in der Startelf standen, auch für die nächste Saison einen Vertrag bei uns." Natürlich wollen Arabi und Norbert Meier die Qualität der Mannschaft verbessern. Es wird Neuzugänge geben. Durch die jüngsten Vorstellungen der Mannschaft und den früh erreichten Klassenerhalt fühlt sich Arabi jedoch darin bestätigt, dass schon jetzt einiges Potenzial im Kader steckt. So haben die Arminen in Michael Görlitz eine Alternative als Rechtsverteidiger entdeckt. „Michael hat das gut gemacht", lobte Norbert Meier den 29-Jährigen. Görlitz spielte zuletzt für den angeschlagenen Florian Dick in der Defensive. „Das wird den Flo antreiben, der bisher eigentlich konkurrenzlos war", sagte DSC-Coach Meier. Über zwei nahezu gleich starke Spieler verfügt Arminia im Tor. Daniel Davari möchte gern öfter spielen. Bleibt er, will er versuchen, „den Konkurrenzkampf mit aller Macht neu zu entfachen". Norbert Meier ist froh, zwei starke Keeper zu haben. In der Torwartthematik sei die Entscheidung anders als bei Feldspielern. Die Nominierung sei der „subjektiven Objektivität des Trainers überlassen", meinte Meier kryptisch. Beim Thema Neuzugänge rechnet Samir Arabi kurzfristig nicht mit Abschlüssen. „Der Markt ist im Moment sehr überhitzt. Wir sprechen mit Spielern, die alle auch einige andere Optionen haben", sagt Arabi. Er hofft, dass sich potenzielle Neuzugänge durch die tolle Stimmung in den vergangenen Spielen bald zu einer Vertragsunterschrift verleiten lassen. Entscheidend dürften allerdings andere Parameter wie Verdienst und Laufzeit sein. Mit David Ulm befindet sich der DSC kurz vor einer Entscheidung. Ulm selbst deutete eine Einigung in dieser Woche an. Bei Felix Burmeister, der in den vergangenen Wochen starke Leistungen als Innenverteidiger zeigte und dessen Vertrag Ende Juni ausläuft, scheint alles offen.

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