Mannschaft auf dem Zaun: Intensive Feierlichkeiten des Arminia-Teams nach dem 2:0 gegen Union. - © Christian Weische
Mannschaft auf dem Zaun: Intensive Feierlichkeiten des Arminia-Teams nach dem 2:0 gegen Union. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld feiert gelungenen Heimspiel-Abschluss

Bielefelder verabschieden sich mit verdientem 2:0-Sieg über Union Berlin von den heimischen Fans / Kapitän Klos spricht von einem versöhnlichen Abschluss

Bielefeld. Am Ende stand die ganze Mannschaft auf dem Zaun. Gemeinsam mit den Fans feierten die DSC-Profis den 2:0-Heimsieg über Union Berlin und sangen „Oh, wie ist das schön". Norbert Meier kam es beinahe so vor, als „wären wir aufgestiegen". Minutenlang genossen Fabian Klos und Co. das Bad in der Menge. Im Namen der Mannschaft bedankte sich der Kapitän bei den Fans für die Unterstützung. „Wir wissen, dass ihr es nicht immer leicht gehabt habt, gerade zu Hause, aber dieser Sieg war ein versöhnlicher Abschluss für uns alle", sagte Klos. Auch beim immer wieder von den Fans geforderten Norbert Meier war die Freude über den beeindruckenden und emotionalen Saisonabschluss groß. „Schön, dass wir den Fans einen Sieg schenken konnten. Sie sind unser zwölfter Mann", betonte der Coach. Im 17. Heimspiel nutzten die Bielefelder ihre letzte Chance – um zum ersten Mal in dieser Saison in der Schüco-Arena in Führung zu gehen und lieferten dann ein spannendes und gerade in der Offensive ambitioniertes Spiel. Vom Druck des Abstiegskampfs befreit, bewies der Aufsteiger wie schon in Leipzig Charakter und erspielte sich eine selten gesehene Dominanz. „Der Sieg ist absolut verdient", meint Unions Trainer, der Ex-Armine André Hofschneider, und Helmut Schulte, Leiter der Berliner Lizenzspielerabteilung, gratulierte seinem Kollegen Samir Arabi nicht nur „zum Sieg", sondern gleich „zur ganzen Saison". Ulm gegen den Remis-Rekord Die 19.943 Zuschauer sahen gefühlt ein Dutzend guter Torchancen der Gastgeber. David Ulm frei vorm Tor, Ulm an den Pfosten, Fabian Klos frei vorm Tor – zur Halbzeit sah es noch so aus, als würden die Arminen einen neuen Remis-Rekord aufstellen. Dann erlöste David Ulm den Bielefelder Anhang mit dem 1:0. Der „Zehner" legte in der Nachspielzeit auch das 2:0 durch Fabian Klos auf und strahlte nach dem Spiel über das ganze Gesicht. „Es war ein super Tag. Wir wollten als Mannschaft noch einmal richtig gut auftreten. Das hat geklappt", sagte Ulm. Der Franzose hörte sich optimistisch an, dass es in Kürze mit einer Vertragsverlängerung klappt. Im Gespräch ist offenbar ein Jahresvertrag, bei dem Ulm gern eine Verlängerungsoption hätte. „Wir wissen beide, was wir aneinander haben. Der Ball liegt bei ihm", sagte Arminias sportlicher Leiter Samir Arabi. In der packenden Schlussphase zeichnete sich nicht nur Fabian Klos als Torjäger aus, wenige Minuten vor dem 2:0 hatte Daniel Davari den Ausgleich mit einer Glanzparade verhindert. Arminias Nummer zwei hielt wie eine Nummer eins und und verriet, dass es ein „tolles Gefühl war, vor der Kulisse spielen zu können. Genau so hatte ich es mir vorgestellt." Davari, der noch bis 2017 vertraglich gebunden ist, machte keinen Hehl daraus, „dass ich natürlich gern öfter spielen würde" und sagte, dass es bezüglich der neuen Saison noch keine Tendenz gebe. An die nächste Spielzeit mochte Fabian Klos noch nicht denken. Er genieße im Moment, dass er zum ersten Mal während seiner Zeit in Bielefeld schon zwei Spieltage vor Serienende entspannt Fußball schauen könne. Das sei jedoch kein Grund, sich selbst hängen zu lassen. „Wir wollen auch in Karlsruhe gewinnen. Dass wir immer versuchen, alles rauszuhauen, spiegelt den Charakter der Mannschaft wider", meinte Klos zufrieden..

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