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Hat eine Bielefelder Vergangenheit: Arne Feick. - © dpa
Hat eine Bielefelder Vergangenheit: Arne Feick. | © dpa

Arminia Ex-Armine Feick nach drei Abstiegen endlich auf der Sonnenseite

Heidenheims Außenverteidiger ist in Bielefeld bestens bekannt / Hemlein verlängert seinen Vertrag bis 2018

Jörg Fritz
26.02.2016 | Stand 25.02.2016, 20:06 Uhr

Bielefeld/Heidenheim. Der kommende Sonntag steht für Arne Feick unter einem besonderen Vorzeichen. Der Abwehrspieler des 1. FC Heidenheim bestreitet um 13.30 Uhr in der Voith-Arena sein 150. Spiel als Linksverteidiger. Gegner ist mit Arminia Bielefeld ausgerechnet jene Mannschaft, zu der der 27-Jährige eine besondere Beziehung hat. Feick trug von 2009 bis 2011 sowie in der Saison 2013/14 das Trikot der Ostwestfalen und stieg gleich zweimal in die 3. Liga ab. Auch in der vergangenen Saison erlebte der gebürtige Berliner mit dem VfR Aalen zum dritten Mal einen Abstieg aus der 2. Bundesliga. Sein Wechsel im Sommer 2015 zum nur 24 Kilometer entfernten 1. FC Heidenheim sorgte in der Region Ostwürttemberg für Schlagzeilen. Sportlich zog Feick allerdings das große Los. In den bisher ausgetragenen 22 Meisterschaftsspielen und vier Begegnungen des DFB-Pokals fehlte der Abwehrspieler nicht eine Sekunde und erzielte in beiden Wettbewerben jeweils zwei Tore. Zuletzt traf er am vergangenen Samstag beim 2:2 in Kaiserslautern. Dennoch war der Ex-Bielefelder über das Remis nicht glücklich, da beide Lauterer Treffer nach Standardsituationen fielen. „In diesen Phasen müssen wir künftig besser aufpassen", meinte Feick in Blickrichtung auf das Spiel gegen Arminia. Trainer Frank Schmidt sieht’s weniger kritisch: „Wir spielen eine stabile Saison und machen dabei noch die eine oder andere Erfahrung." Schwache Heimbilanz der Ostwürttemberger Die Arminen treffen zu Beginn der englischen Woche auf eine Heidenheimer Mannschaft, die in der Tabelle als Zehnter (29 Punkte) zwei Plätze vor den Ostwestfalen (28 Punkte) rangiert und zuletzt durch eine bemerkenswerte Auswärtsstärke von sich reden machte. Heidenheim ist seit fünf Spielen auf des Gegners Plätzen ungeschlagen. Weitaus bescheidener fällt die aktuelle Momentaufnahme bei Spielen in der Voith-Arena aus. Die Heidenheimer sind seit sechs Pflichtspielen sieglos und konnten lediglich ein Unentschieden verbuchen. Bodenständigkeit gehört zu den großen Tugenden des Klubs, der innerhalb von 20 Jahren den Sprung von der Landesliga in die 2. Bundesliga schaffte. Erfolgsgaranten auf diesem Weg waren und sind Trainer Frank Schmidt, der vor 42 Jahren in einem Krankenhaus nur 500 Meter entfernt vom Heidenheimer Stadion geboren wurde und beim Klub seit 2007 äußerst erfolgreich tätig ist. Schnatterer ist der "beste Unbekannte des deutschen Fußballs" Ein Jahr später fand Marc Schnatterer den Weg nach Ostwürttemberg und entwickelte sich zur Identifikationsfigur des Vereins. Der gebürtige Heilbronner (30), der mit einem Langzeitvertrag bis 2020 ausgestattet ist, hat bislang 276 Spiele für Heidenheim bestritten. Auf der linken Seite ist er der kongeniale Partner von Feick. Beide sind die Dampfmacher des FCH und gelten als Traumpaar. Trotz zahlreicher Angebote aus höheren Ligen ist Schnatterer, der in der Süddeutschen Zeitung als der „beste Unbekannte des deutschen Fußballs" bezeichnet wurde, dem 1. FCH stets treu geblieben. Christoph Hemlein wird auch in den kommenden zwei Jahren das Trikot der Arminen tragen. Der quirlige Außenbahnspieler, der in der 2. Liga noch auf seinen ersten Torerfolg wartet, verlängerte seinen Vertrag bei Arminia bis zum 30. Juni 2018. Seine Begründung: „In den letzten anderthalb Jahren haben wir hier etwas richtig Gutes aufgebaut. Ich freue mich mich, diesen Weg weiter mitzugehen."

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