Im Zweikampf: Torschütze Christopher Nöthe (r.) wird hier vom Paderborner Michael Heinloth weggedrängt. - © Wolfgang Rudolf
Im Zweikampf: Torschütze Christopher Nöthe (r.) wird hier vom Paderborner Michael Heinloth weggedrängt. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Nöthe erlöst die Gastgeber

Der Außenangreifer schließt seine Großchance eiskalt ab. Im nächsten Spiel könnte er als Sturmspitze für den gesperrten Klos auflaufen

Bielefeld. Verdient hatten sie sich das 1:1 gegen Paderborn als Mannschaft, realisiert haben den Punkt Manuel Junglas als Vorlagengeber und Christopher Nöthe als Vollstrecker. Mit einem weit geschlagenen Pass von halbrechts auf den in den Strafraum startenden Christopher Nöthe hatte Manuel Junglas den Außenstürmer bedient. Der wiederum ließ dem Paderborner Daniel Heuer Fernandes im Duell Angreifer gegen Keeper keine Chance und traf zum Ausgleich – Nöthes vierter Treffer in dieser Saison und ein ganz wichtiger.

„Ich glaube, Manuel hat mich gesehen. Das hat er super vorbereitet, und allein vor dem Keeper muss man das Tor dann machen", schilderte Nöthe den aus Arminensicht wichtigsten Moment der Partie. In der ersten Halbzeit waren nicht nur torgefährliche Szenen selten, auch am nötigen Einsatz mangelte es. Natürlich habe die Mannschaft um die Brisanz des Spiels gewusst, meinte Nöthe. „Wir hatten uns vorher gesagt, dass wir die zweiten Bälle wollen, dass wir in die Zweikämpfe gehen und dass wir auch mal einen umhauen müssen", schilderte Nöthe, was sich die Arminen vorgenommen hatten. Warum sie die selbst gesteckten Vorgaben erst nach der Pause umsetzen konnten, vermochte Nöthe – und alle anderen Arminen – kaum zu erklären. Die neue personelle und taktische Ausrichtung der Paderborner habe damit zu tun gehabt, meinte Nöthe: „Wir brauchten einige Zeit, bis wir wussten, wie wir laufen sollten." Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Mit der zweiten Halbzeit wurde ein eher schwächeres Zweitligaspiel zu einem Derby – auch aus Bielefelder Sicht. Arminia habe sich den Punkt im zweiten Spielabschnitt verdient, sagte Nöthe. Und Fabian Klos ergänzte: „Wir waren nach der Pause besser und haben als ganze Mannschaft Charakter gezeigt."

Nöthe, der in Braunschweig noch wegen eines grippalen Infekts passen musste und auch gestern noch nicht hundertprozentig fit war, freute sich über das große Plus in puncto Ballbesitz nach der Pause. „Wenn du öfter fünfzig, sechzig Meter zurücklaufen musst, ist das hart. Da fehlen dann ein paar Körner." Der Stürmer kann nun Kraft tanken für die Vorbereitung auf das Spiel in Heidenheim am nächsten Sonntag. Und Norbert Meier muss entscheiden, ob er den „gelernten" Mittelstürmer Nöthe für den gesperrten Klos bringt, oder ihn auf auf der linken Seite belässt, von wo aus er zum wichtigen Ausgleich im Derby gestartet war.

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