DSC Arminia Bielefeld, Saison 15/16, Wintertrainingslager in Belek/Türkei, Interview mit David Ulm, - © Foto: Christian Weische
DSC Arminia Bielefeld, Saison 15/16, Wintertrainingslager in Belek/Türkei, Interview mit David Ulm, | © Foto: Christian Weische

Arminia Arminias David Ulm: Der Mann mit der Mähne

Ulm fühlt sich wohl in Bielefeld, will sich beim Training und den Spielen beweisen

Ariane Mönikes

Belek. David Ulm fällt auf. Das kinnlange Haar hat er zu einem lockeren Knoten gebunden, kein anderer in der Mannschaft trägt eine solche Frisur. „Mit Zopf ist es auf dem Platz einfach praktischer", sagt er. Dass seine Mitspieler ab und an über die Frisur frotzeln, stört ihn nicht. „Sie machen ja nur Spaß." Privat aber trägt er die Haare schon mal offen – und auch dann, wenn er abseits des Trainingslagers in Belek auf seine Haarlänge angesprochen wird. Flugs löst sich dann der Knoten auf dem Kopf. Der Mittelstürmer will sich an der Riviera beweisen, vor Trainer Norbert Meier ein gutes Bild abgeben. „Wir haben die letzten Tage viel gearbeitet", sagt der 31-Jährige. Am 30. Juni läuft sein Vertrag bei den Arminen aus. „Ich konzentriere mich auf das Training und die Spiele", sagt er. Wenn da die Leistung stimmt, könne es mit der Vertragsverlängerung ganz schnell gehen. „Erste Gespräche hat es bereits gegeben." Die Hinrunde lief gut für Ulm: In 13 von 19 Spielen kam er zum Einsatz, beim Auswärtsspiel gegen Kaiserslautern am 13. Spieltag hatte er das 1:0 für Arminia geschossen, beim Heimspiel gegen den Karlsruher SC am 17. Spieltag das entscheidende 2:1. „Es ist aber noch Luft nach oben", sagt er. Damit meint er sich und auch die Mannschaft. „Wir müssen einfach torgefährlicher und effektiver spielen." Es sei wichtig, beim ersten Spiel der Rückrunde zu Hause gegen den MSV Duisburg auf dem Höhepunkt zu sein. „Wir müssen dann Tore machen, unsere Torchancen besser verwerten." Das würde der Mannschaft auch Selbstvertrauen geben. "Jeder kämpft für den anderen" Ein Pluspunkt der Arminen sei die mannschaftliche Geschlossenheit. „Jeder kämpft für den anderen", sagt Ulm. Das würde man auf dem Platz sehen, aber auch privat unternehme er viel mit Kollegen, erzählt er. Fast eineinhalb Jahre spielt Ulm jetzt für Bielefeld, so schnell wie bei keinem anderen Verein habe er sich angepasst. „Bielefeld ist ein sehr familiärer Verein." Und auch die Fans hätten ihn von Anfang an gepusht – Ulm ist der Publikumsliebling auf der Alm. Seine Familie fühlt sich wohl in der Region, in Schloß Holte-Stukenbrock wohnt er mit Ehefrau Natacha und den Kindern Ethan (6) und Kayla (3) sehr ländlich gelegen, nur wenige Hundert Meter von Arminia-Geschäftsführer Gerrit Meinke entfernt. Er ist jetzt 31, so lange wie möglich will er spielen, am liebsten noch zehn Jahre, sagt er. Ulm hat Abitur und einen Bachelor in Sponsoring/Marketing. Er kann sich auch vorstellen, noch ein Management-Studium zu machen. „Ich habe Ideen, aber noch spiele ich Fußball." Verfolgen Sie hier alle Neuigkeiten aus dem Trainingslager in unserem Liveticker (kurze Ladezeit möglich):

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