Konzentrierter Blick: Testspieler Berkay Dabanli betritt mit Jonas Strifler (l.) und Brian Behrendt (r.) den Platz. - © Wolfgang Rudolf
Konzentrierter Blick: Testspieler Berkay Dabanli betritt mit Jonas Strifler (l.) und Brian Behrendt (r.) den Platz. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Julian Börner bleibt Armine - Berkay Dabanli spielt vor

Trainingsauftakt des Zweitligisten bei Eisregen / Innenverteidiger verlängert seinen Vertrag bis 2019 / Müller absolviert nach Blinddarmoperation nur Lauftraining

Bielefeld. Die Neugierde der Fans war groß. Rund 50 Anhänger des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld waren am Mittwochmorgen bei unangenehmen Wetterbedingungen (Dauerregen) zum Übungsgelände an der Friedrich-Hagemann-Straße gepilgert, um den Trainingsauftakt der Arminen nach der Weihnachtspause zu beobachten. Aus dem 28-köpfigen Kader fehlten Amin Affane (Rückkehr nach Schweden), Samir Benamar (Probetraining beim Chemnitzer FC), Marco Hober (steht vor einem Ausleihgeschäft), Felix Burmeister (Probetraining beim englischen Zweitligisten Birmingham City) sowie der erkrankte Dennis Mast. Christian Müller hatte sich während des Weihnachtsurlaubs am Blinddarm operieren lassen und bestreitet in den kommenden Tagen nur Laufeinheiten. Während die Spieler mittlerweile bei Eisregen ihrer Arbeit nachgingen, wurden an anderer Stelle die letzten Unklarheiten bezüglich einer Vertragsverlängerung von Julian Börner beseitigt. Der 24 Jahre alte Innenverteidiger verlängerte seinen Kontrakt zu verbesserten Konditionen bis zum 30. Juni 2019. "Mit dem sportlichen Leiter Samir Arabi und Trainer Norbert Meier habe ich sehr gute Gespräche geführt. Ich glaube, dass ich mich in den letzten eineinhalb Jahren hier in Bielefeld gut entwickelt habe und dass wir auch als Mannschaft viel erreicht haben. Gemeinsam haben wir uns für die kommenden Monate und Jahre noch viel vorgenommen", sagte Börner. Dabanli als Ersatz für Burmeister? Auf einen Vertrag bei den Arminen hofft auch Gastspieler Berkay Dabanli, der in den kommenden Tagen sein Können unter Beweis stellen will. Der gebürtige Frankfurter ist ein kantiger Innenverteidiger, der bisher für FSV Frankfurt II, Bayer Leverkusen II, Kayserispor (Türkei), 1. FC Nürnberg und bis zum Oktober 2015 für den türkischen Erstligisten Eskisehirspor tätig war. Sollte Felix Burmeister, mit dem Meier bereits in England telefonierte, nach Birmingham wechseln, hätte der DSC-Trainer in der Tat Bedarf für diese Position. Der Bielefelder Coach, der nach Weihnachten mit seiner Frau einige Tage an der Ostsee verbrachte ("Die Pause tat gut, um runterzukommen"), schließt nicht aus, dass sich weitere Akteure aus seinem Aufgebot für ein Ausleihgeschäft entscheiden könnten. "Wir legen niemandem Steine in den Weg. Es wird aber auch kein Spieler vom Hof gejagt", betonte Meier. Jonas Strifler, mit dem Meier während des Trainings ein längeres Einzelgespräch führte, ist ein solcher Kandidat. Nach verheiltem Kreuzbandriss kam der Verteidiger bisher nicht einmal in der 2. Liga zum Einsatz. Bei einem anderen Verein könnte der 25-Jährige, dessen Vertrag in Bielefeld im Sommer endet, Spielpraxis erwerben. "Der Neue muss vom Spielertyp zu uns passen" Beim Thema Neuverpflichtungen hält sich der Fußballlehrer zurück. "Im Augenblick gibt es nichts Spruchreifes zu vermelden. Der Neue muss vom Spielertyp zu uns passen." Den ersten echten Leistungstest bestanden Arminias Profis bereits vor dem gestrigen Aufgalopp auf der Waage. Abweichungen zu den Gewichtsmessungen vor Weihnachten habe es nicht gegeben, sagte Meier. "Übergewicht kostet bei uns nämlich viel Geld." Donnerstag und Freitag stehen jeweils zwei Trainingseinheiten auf dem Programm. Am Samstag hat Meier Hallentraining in Detmold angesetzt, um eine schlagkräftige Mannschaft für die Teilnahme am Budenzauber in Flensburg (Sonntag, ab 16.30 Uhr) auf die Beine zu stellen.

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