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Treffsicher: Pascal Testroet traf neunmal für Dynamo Dresden. - © Bongarts/Getty Images
Treffsicher: Pascal Testroet traf neunmal für Dynamo Dresden. | © Bongarts/Getty Images

Arminia Bielefeld Das wurde aus Arminias Abgängen in der Sommerpause

Testroet, Lorenz, Renneke und Co. - wie haben sie sich im letzten halben Jahr entwickelt?

Alexander Drößler
28.12.2015 | Stand 28.12.2015, 12:05 Uhr

Bielefeld. Sechs Spieler haben Arminia Bielefeld vor der Saison in Richtung anderer Vereine verlassen. Einige wollten, andere mussten sich einen neuen Club suchen. Konnten sie sich bei ihren neuen Vereinen durchsetzen? Was aus Testroet, Lorenz, Renneke und Co. wurde. Pascal Testroet Er war der zweimalige Aufstiegsheld - und konnte sich doch nicht bei Arminia Bielefeld durchsetzen. Der mittlerweile 25-jährige Stürmer schoss den DSC 2013 mit seinen entscheidenden Toren gegen Osnabrück und 2015 gegen Regensburg eine Liga höher. Trotzdem trennten sich die Wege, Testroet schloß sich im Sommer dem Drittligisten Dynamo Dresden an. Dort zeigt er seitdem, was in ihm steckt. In 18 Ligaspielen traf "Paco" neunmal und steuerte eine Torvorlage bei. Nach Justin Eilers ist er der torgefährlichste Dresdner und liegt mit der Mannschaft klar auf Aufstiegskurs. Mit 11 Punkten Vorsprung führt Dynamo die 3. Liga an. Bashkim Renneke Der junge Mann mit der bewegten Vergangenheit spielt beim Überraschungsteam der 3. Liga. Nach 21 Spielen steht Sonnenhof Großaspach mit 25 Punkten auf Aufstiegsplatz 2. Anteil daran hat auch der 23-jährige Bashkim Renneke, dem der Wechsel gut zu tun scheint. Spielte er in der vergangenen Saison bei Arminia lediglich siebenmal, stand er im letzten halben Jahr alleine neunzehmal für Großaspach auf dem Platz, auch wenn er meist auf der rechten Außenbahn eingewechselt wurde. In seinem letzten Spiel gelang ihm sein erster Treffer - gegen Preußen Münster. Alexander Schwolow Er war der Pokalheld der abgelaufenen Spielzeit - und wäre gern auf der Alm geblieben. Dort hätten ihn Fans und Funktionäre auch weiterhin gern gesehen, doch der SC Freiburg holte die Leihgabe zurück in den Breisgau. Das sollte sich für den sympathischen Torhüter als gute Wahl herausstellen. Der 23-Jährige eroberte sich den Stammplatz und liegt mit dem SC Freiburg auf Kurs in Richtung 1. Bundesliga. Das Team steht derzeit mit 38 Punkten auf Platz 2, fünf Punkte vor dem 1. FC Nürnberg. Bliebe das so, könnte Schwolow in der nächsten Saison gegen Thomas Müller oder Dortmunds Aubameyang das Tor hüten. Marc Lorenz Er war wegen seiner gefährlichen Distanzschüsse und Ecken beliebt bei den Bielefelder Fans. So rettete im Dezember 2013 mit seinen drei Toren in den aufeinanderfolgenden Spielen gegen Frankfurt, Dresden und Fürth kurzfristig Ex-Trainer Stefan Krämer den Job. Im Jahr darauf lief es in Bielefeld für ihn nicht mehr richtig rund, so dass der linke Flügelspieler den DSC in Richtung Wehen-Wiesbaden verließ. Dort entwickelte er sich auf Anhieb zum Stammspieler und verpasste lediglich eine Partie - wegen einer Gelbsperre. Dabei gelangen ihm zwei Tore und neun Vorlagen. Mit Wehen-Wiesbaden steht der 27-Jährige im Mittelfeld der 3. Liga auf Platz 12. Jerome Propheter Für Arminia lief der Innenverteidiger nur zweimal in der 3. Liga auf. Dabei machte der jetzt 25-Jährige keine glückliche Figur. 2014 spielte er im Spiel bei Preußen Münster ohne Not im Strafraum den Ball mit der Hand, der daraus folgende Strafstoß leitete die damalige Niederlage des DSC ein. Besser lief es für Propheter in der Regionalliga bei Alemannia Aachen, wo er im defensiven Mittelfeldzu Hause ist. Zumindest bis Mitte November, bis er sich im Spiel gegen den SC Verl mehrere Gesichtsfrakturen zuzog. Zukünftig will er in jedem Spiel eine Gesichtsmaske tragen. Jarno Peters Bei Arminia war der 22-jährige Torwart die klare Nummer 2 hinter Alexander Schwolow. Einmal lief er in der vergangenen Saison für den DSC in der 3. Liga auf, wirkte beim 1:1 in Dortmund verunsichert. Als sein Vertrag nicht verlängert wurde, zog es ihn in die Nachbarschaft zum Regionalligisten SV Rödinghausen. Auch dort ist sein Platz meist auf der Bank, er spielte lediglich ein Spiel in der Liga und eines im Westfalenpokal. Seit Oktober ist Peters nicht einmal mehr im Kader des Viertligisten.

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