In Fürth noch dabei: Arminias Außenangreifer Michael Görlitz (l.) im Zweikampf mit Stefan Thesker. - © Foto: Christian Weische
In Fürth noch dabei: Arminias Außenangreifer Michael Görlitz (l.) im Zweikampf mit Stefan Thesker. | © Foto: Christian Weische

Arminia Görlitz streckt sich für Arminias Kader gegen Ex-Klub St. Pauli

DSC-Außenangreifer saß zuletzt zwei Mal hintereinander auf der Tribüne.

Bielefeld. Im Hinspiel stand Michael Görlitz noch in der Startaufstellung, vor dem Rückspiel gegen den FC St. Pauli am Montag, Anstoß 20.15 Uhr, in der Schüco- Arena, ist noch nicht einmal klar, ob der Außenangreifer überhaupt im 18er-Aufgebot steht. „Zuletzt gehörte ich zwei Mal nicht zum Kader. Das ist natürlich nicht zufriedenstellend für mich“, sagt Görlitz vor dem Rückrundenauftakt gegen seinen Ex-Club. „Ich habe zwar mehr Einsätze als zuletzt bei Pauli, doch ich möchte natürlich wieder öfter spielen“, betont er. Zu Beginn der Saison stand der Neuzugang zwei Mal hintereinander in der Startelf. Danach wurde er noch neun Mal eingewechselt, meist nach gut einer Stunde Spielzeit. „Das ist jetzt nicht der Moment, um den Kopf in den Sand zu stecken. Ich muss daran arbeiten, dass ich wieder in die Mannschaft komme und mich über das Training anbieten“, gibt sich der gebürtige Nürnberger, der schon 105 Zweitligaeinsätze für St. Pauli den FSV Frankfurt und Arminia Bielefeld vorweisen kann, kämpferisch.Tor gegen Paderborn bisheriger Höhepunkt Das Bemühen ist dem Offensivspieler nicht abzusprechen. Wenn er zuletzt eingewechselt worden war, versuchte er Druck zu machen und seine Qualitäten im eins-gegen-eins-Spiel einzubringen. Häufig erging es ihm jedoch wie Amin Affane, Björn Jopek, Dennis Mast und Koen van der Biezen in ähnlichen Situationen – sie vermochten die in sie gesetzten Erwartungen nicht ganz zu erfüllen. Einmal avancierte Görlitz allerdings zum Matchwinner. Sein „Jokertor“ in Paderborn brachte kurz nach seiner Einwechselung in der 70. Spielminute den Derbysieg. Grundsätzlich sieht Görlitz keinen größeren Druck bei den Einwechselspielern. „Jeder Spieler wünscht sich natürlich, dass er von Anfang an die Zeit bekommt, sich zu zeigen. Aber der Fußball ist kein Wunschkonzert.“"Brauchen uns nicht zu verstecken" Die Hinrundenbilanz von 20 Punkten findet Görlitz für einen Aufsteiger in Ordnung: „Es ist ganz eng in der Liga, und wir stecken mittendrin. Schön wäre, wenn wir mal zwei Siege hintereinander feiern könnten.“ Die Gelegenheit dazu wäre jetzt da. In die Partie gegen St. Pauli könne man mit breiter Brust gehen, meint Görlitz: „Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Auch am Montag brauchen wir uns nicht zu verstecken.“ Zu den Paulianern Bernd Nehrig und Sebastian Maier hält er noch Kontakt. Zuletzt habe St. Pauli eher tief gestanden und auf Konter gesetzt, lautet Görlitz’ Information. „Mal sehen, ob sie bei uns auch so spielen“, ist er gespannt auf das Spiel. Und darauf, ob er im Kader steht.

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