Arminia Bielefeld Sebastian Schuppan: „Die Remis-Serie ärgert, aber blockiert uns nicht“

Der Linksverteidiger gibt sich vor dem Auswärtsspiel in Kaiserslautern kämpferisch

Bielefeld. Von einem goldenen Oktober ist Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld weit entfernt. Der Aufsteiger bestritt in diesem Monat bislang drei Meisterschaftsspiele und erzielte bei diesem herbstlichen Programm zwei Unentschieden (1:1 gegen 1860 München, 0:0 gegen den SV Sandhausen) sowie eine 0:1-Niederlage in Düsseldorf. Hoffnungen, mit einem Erfolgserlebnis in den November zu gehen, sind aber durchaus berechtigt. Am Freitag um 18.30 Uhr gastiert der Tabellen-14. der 2. Bundesliga beim 1. FC Kaiserslautern, was sich psychologisch als ein Vorteil erweisen könnte. Die seit sieben Spielen sieglosen Arminen haben auswärts bereits sieben Punkte eingefahren und belegen in dieser Spezialwertung den 10. Tabellenplatz. Die abwartende Taktik, auswärts nicht das Spiel machen zu müssen, kommt den konterstarken Arminen entgegen, was auch zu Toren führt: Acht Auswärtstreffer in sechs Partien wurden erzielt. Gelassen in das 13. Meisterschaftsspiel geht auch Arminias Linksverteidiger Sebastian Schuppan. „Wir machen uns nicht zu großen Druck, auch wenn uns die Remisserie ärgert, aber nicht blockiert“, betont der 29-Jährige. „Wir spielen ordentlich. Deshalb blasen wir auch kein Trübsal und arbeiten weiter an der Verbesserung unserer Form“, nennt Schuppan das Motto für das Kaiserslautern-Spiel."Diese Atmosphäre ist einmalig“ Auch wenn auf der Alm bislang in sechs Begegnungen lediglich zwei Tore fabriziert wurden und die Fans somit auf den ersten Dreier warten müssen, hält Schuppan ein Plädoyer für Heimspiele in der Schüco-Arena ab. „Wir spielen auf keinen Fall lieber auswärts“, erklärt der Verteidiger. „Jeder von uns hat noch die eindrucksvollen Begegnungen in der vergangenen Drittligasaison im Kopf. Diese Atmosphäre ist einmalig“, schwärmt der Abwehrspieler, der einen großen Unterschied zur Vorsaison ausgemacht hat. Die größere individuelle Klasse der Zweitligagegenspieler habe ihn zu einer Änderung der Spielweise gezwungen. „Florian Dick auf der rechten Abwehrseite und ich müssen jetzt mehr Defensivarbeit verrichten und können daher weniger Beiträge für die Offensive leisten. Kleinste Fehler von uns werden schneller bestraft.“ Gestern Abend war bei Arminias Profis TV-Gucken des Lauterer Pokalauftrittes in Bochum auf freiwilliger Basis angesagt. „Einige von uns fühlen sich sicherer, wenn sie noch einmal die Bewegungsabläufe ihrer Gegenspieler studieren können“, sagt Schuppan. Bei der gestrigen Übungseinheit am Nachmittag nahm Marco Hober erstmals wieder am Teamtraining teil. Manuel Junglas und Felix Burmeister arbeiten in der Reha an ihrem Comeback. So weit sind Christian Müller und Peer Kluge noch nicht, die in Zivil das Training als Zuschauer verfolgten. Sie werden erst Anfang November wieder mit der Arbeit beginnen.

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