In die Zange genommen: Arminias Kapitän Fabian Klos (M.) wird gleich von zwei Bochumern bedrängt. - © Wolfgang Rudolf
In die Zange genommen: Arminias Kapitän Fabian Klos (M.) wird gleich von zwei Bochumern bedrängt. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Anerkennung für Arminias Kraftakt

Klos spricht von einer "absolut intakten Mannschaft" / Neuzugang Affane laut Trainer Meier "noch nicht bei 100 Prozent"

Bielefeld. Mit dem Schlusspfiff sank Fabian Klos zu Boden. Die Erschöpfung nach der tollen Aufholjagd gegen den VfL Bochum brach aus dem Arminen-Kapitän und seinen Mitspielern heraus. Das 1:1 gegen den Tabellenführer bedeutete vor allen Dingen eine Energieleistung.

Von vielen Seiten bekamen die Bielefelder Anerkennung für diesen Kraftakt. Die Bochumer hatten zwar auch am Freitag gespielt, nach einem Heimspiel gegen Düsseldorf hatten sie allerdings nicht reisen müssen. Und sie brauchten auch keinem, durch einen sehr umstrittenen Handelfmeter erzielten, 0:1-Rückstand hinterher zu laufen.

"Wir haben gegen eine spielerisch gute Mannschaft einen Punkt geholt, und das verdient", fasste Norbert Meier den spannenden Fußballabend zusammen. 2:2 in Freiburg, 1:1 gegen Bochum - zum zweiten Mal binnen fünf Tagen hatte der Drittligameister und Aufsteiger einem der Ligamitfavoriten erfolgreich Paroli geboten.

Klos mit Team-Leistung zufrieden

"Heute war sicherlich mehr drin, aber insgesamt können wir zufrieden sein", meinte Brian Behrendt, dem Schiedsrichter Robert Hartmann das angeblich elfmeterreife Handspiel "angehängt" hatte.

Fabian Klos, in der 81. Spielminute Schütze des 1:1-Ausgleichs gegen den VfL und damit des ersten Heimtores der Saison, kann mit den beiden vergangenen Ergebnissen leben. "Ich denke, wir hätten beide Spiele gewinnen, aber auch beide verlieren können." Wichtig war dem DSC-Kapitän, "dass wir in beiden Spielen eine gute Leistung gezeigt haben. Die Mannschaft ist absolut intakt."



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Als guter Rückhalt erwies sich am Dienstagabend vor 16.720 Zuschauern in der Schüco-Arena Torwart Wolfgang Hesl. Die VfL-Angreifer zwangen ihn zu einigen Paraden.

Einmal war es mit Tom Schütz sogar der eigene Mitspieler, der ihn in Bedrängnis gebracht hatte. "Für die Moral war das ein ganz wichtiger Punkt. Auf Dauer können wir von einem Zähler aber nicht leben. Wir müssen aufpassen, dass wir uns auch mal den verdienten Lohn für eine gute Leistung abholen", sagte Hesl.

Trügerisches Unentschieden

Das 1:1 gegen Bochum war schon die sechste Punkteteilung im achten Spiel. Angesichts der 3-Punkte-Regelung sind Hesls Bedenken nicht von der Hand zu weisen. Gewinnt die Konkurrenz zwei Mal hat sie die gleiche Zähleranzahl in einem Drittel der Spiele geholt. Sollte die Mannschaft die von Trainer Norbert Meier gewünschte Ruhe im Offensivspiel zusätzlich zu der starken Defensivarbeit häufiger zeigen können, sollte auch der zweite Dreier möglich sein.

Ob das gleich in Nürnberg klappt, bleibt abzuwarten. Die kräftezehrende englische Woche endet am Freitagabend mit dem Gastspiel beim Club. Vielleicht mit Amin Affane in der Startelf? Norbert Meier wollte sich da nicht festlegen. Affane kam nach 61 Minuten für Görlitz ins Spiel und hatte einige vielversprechende Szenen in der Bochumer Hälfte. "Wenn man ihn reinwirft, kann man was ändern", meinte Meier.

Affane sei "quirlig und ein guter Techniker. Er ist aber noch nicht bei hundert Prozent angekommen, da er die Vorbereitung nicht komplett mitgemacht hat", sagte der DSC-Coach. So wird es möglicherweise vorerst noch bei Kurzeinsätzen bleiben.

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