Glücklich: Fabian Klos (r.) und Christopher Nöthe freuen sich über das 1:1 gegen den VfL Bochum. - © Wolfgang Rudolf
Glücklich: Fabian Klos (r.) und Christopher Nöthe freuen sich über das 1:1 gegen den VfL Bochum. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Sturmduo sichert Arminia den verdienten Lohn

Gastgeber liefern beim 1:1 gegen Bochum eine kämpferisch starke Leistung ab

Bielefeld. Es gab zwar keine drei Punkte, doch es war ein gefühlter Sieg. Arminia Bielefeld verdiente sich durch eine kämpferisch bravouröse Vorstellung und ein spätes Tor von Fabian Klos einen Punkt beim 1:1 gegen den Tabellenführer VfL Bochum.

"Das war eine unglaubliche Leistung. Wir waren unfassbar lauf- und zweikampfstark", lobte Kapitän Klos seine Mitspieler. Den eigenen Beitrag, das erste Heimtor der Saison, wollte Klos jedoch nicht überbewerten. Nicht er habe den Punkt geholt, sondern "die Mannschaft zusammen".

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Wild entschlossen, das erste Heimtor, womöglich den ersten Heimsieg der Saison klar zu machen, begannen die Arminen sehr aggressiv. Sie attackierten früh und erzwangen einige Fehler der Bochumer. Mit viel Herz versuchten sie, über möglichst wenige Stationen gefährlich in die Nähe des Bochumer Strafraums zu gelangen. Das Tempo war hoch, das Risiko zuweilen auch. Einige Male wirkten die Bemühungen überhastet, in anderen Szenen kam der vielzitierte letzte Pass nicht an.

VfL in Lauerstellung

In Ballbesitz wirkten die Bochumer abgeklärter, spielerisch etwas reifer. Neben dem von seinen Mitspielern häufiger gesuchten Torjäger Simon Terodde strahlte Janik Haberer immer wieder Gefahr aus. In der 13. und in der 22. Spielminute musste Arminen-Keeper Wolfgang Hesl bei Schüssen von Haberer sein Können beweisen. Arminia drängte, der VfL blieb stets in Lauerstellung. Zwei Angriffe über die rechte Seite brachten die Arminen in Verlegenheit.

Glücklich dann die Führung der Gäste. Nach einem Schuss von Onur Bulut bekam Brian Behrendt den Ball an die Hand. Schiedsrichter Robert Hartmann entschied auf Elfmeter. Eine umstrittene und extrem harte Regelauslegung. "Für mich war das kein Elfmeter", sagte Norbert Meier. Auch für Behrendt war die Sache klar: "Da war gar keine Spannung auf dem Arm. Daran sieht man, dass es keine Absicht war." Simon Terodde nutzte in der 28. Spielminute die Chance und brachte die Bochumer mit 1:0 in Führung. Arminia ließ trotz des Rückschlags in ihren Bemühungen nicht nach. Es blieb jedoch bei guten Ansätzen. Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht.

Arminia versuchte, rannte, kämpfte. Speziell Manuel Junglas und Christoph Hemlein, beide vorbildlich in puncto Einsatz, leisteten sich viele Abspielfehler. "Da fehlte oft der letzte Pass. Wir hatten ja einige Möglichkeiten im Ansatz, doch es fehlte uns die nötige Ruhe am Ball", meinte Norbert Meier. Der brachte nach gut einer Stunde Amin Affane. Und der quirlige Offensivspieler belebte das Geschehen. So blieb die Partie offen, mit Konterchancen für den VfL, während die DSC-Fans spürten, dass die Mannschaft sich mit der Niederlage nicht abfinden will.

Mit den Fans im Rücken ließen die Profis keinen Deut nach. Und riskierten eine Menge. "Manchmal sind sie noch früher draufgegangen als abgesprochen war. Aber in solchen Momenten muss man als Trainer auch mal laufen lassen", meinte Meier. Und es lohnte sich. Nach schöner Vorarbeit von Christopher Nöthe erzielte Fabian Klos den Ausgleich (81.). "Das war vom Kopf her wichtig. Ich denke, wenn wir so weitermachen, werden wir auch bald mehr als nur einen Punkt mitnehmen", sagte der Torschütze.

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