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Wuchtiger Schuss: Arminias Außenverteidiger Sebastian Schuppan (r.) zieht ab. - © Wolfgang Rudolf
Wuchtiger Schuss: Arminias Außenverteidiger Sebastian Schuppan (r.) zieht ab. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Gegen den FSV Frankfurt fehlten nur die Tore

Aufsteiger bleibt nach dem 0:0 ungeschlagen

Peter Burkamp
01.08.2015 | Stand 01.08.2015, 12:57 Uhr |

Bielefeld. Die gute Nachricht: Arminia Bielefeld ist nach dem 0:0 gegen den FSV Frankfurt noch ungeschlagen. Die schlechte Nachricht: Der Zweitligaaufsteiger wartet immer noch auf den ersten Torerfolg. Die Arminen begannen zurückhaltend, zumindest die auf dem Platz. Die auf den Rängen bereiteten ihren Lieblingen einen lautstarken Empfang und sorgten für eine tolle Stimmung an diesem sommerlichen Abend in der mit 17.207 Zuschauern besetzten Schüco-Arena. Den Fans auf der ausverkauften Südtribüne war die Freude nach beendeter Sommerpause anzumerken. Schon Arminias Damenmannschaft, die vor dem Anpfiff für den Aufstieg in die Regionalliga geehrt worden war, war mit Beifall bedacht worden. Den Profis stärkten die Anhänger vom Anpfiff an den Rücken bei dem Versuch, eine Lücke in der FSV-Deckung zu finden. Die Frankfurter präsentierten sich exakt so, wie es Norbert Meier und seine Spieler im Vorfeld angekündigt hatten: Sie zogen sich bei gegnerischem Ballbesitz in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Fehler der Arminen. Dabei kümmerten sich die Gäste auch intensiv um die beiden "Sechser" Arminias, um den Spielaufbau früh zu stören.Erste nennenswerte Torchance gehörte den Arminen Trotz eines Plus an Ballbesitz und relativ sicherem Defensivspiel seiner Mannschaft fühlte sich Norbert Meier bemüßigt, nach 15 Minuten seinen Platz zu verlassen. Zunächst holte er sich Tom Schütz heran, um ihm Anweisungen zugeben. Wenig später sprach er auch mit Manuel Junglas. Der begann wieder auf seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld - neben Tom Schütz. Mit dieser Veränderung hatte Meier seine Ankündigung wahr gemacht und die Elf auf den Platz gebracht, die in St. Pauli nach der Pause spielte. Die erste nennenswerte Torchance des ausgeglichenen Spiels verzeichneten die Arminen. Nach einer schönen und schnell gespielten Kombination über Salger und Görlitz scheiterte Hemlein mit einem Distanzschuss an FSV-Keeper Weis. Schuppan mit einem weiteren Distanzschuss und Fabian Klos mit einem Kopfball, der das Tor verfehlte, waren weitere Höhepunkte, ehe die Frankfurter in der Schlussphase des ersten Durchgangs stärker wurden. Bis zum Pausenpfiff erhöhten die Gäste den Druck und ihre Präsenz in der Bielefelder Hälfte - ohne zählbaren Erfolg. Nach Wiederbeginn hatten die Arminen, die auf dem Platz und die auf den Rängen, eine Schrecksekunde zu überstehen. Ein Freistoß aus 22 Metern, getreten von Lukas Gugganig, knallte ans Lattenkreuz. Die Gastgeber blieben unbeeindruckt und kamen durch Christian Müller zu zwei guten Möglichkeiten innerhalb von einer Minute. Diese Offensivszenen schienen die Partie zu beleben. Beide Teams boten hohes Tempo und hohe Aggressivität. Allein die etwas einseitig gegen Arminia gerichteten Entscheidungen des Schiedsrichters störten das spannende Spiel. Engagiert, ohne die Deckung fahrlässig aufzugeben, bemühten sich die Arminen um das erste Saisontor und waren dem 1:0 auch näher als die Frankfurter. Wie so häufig fehlte es an der Genauigkeit beim letzten Pass oder am Schussglück.

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