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Ganz viel reden: Arminias Geschäftsführer Gerrit Meinke trifft sich regelmäßig mit den Abteilungsleitern des Klubs. Hinter den Kulissen laufen einige Umstrukturierungen. Meinke vertraut auf die Kompetenz seiner Mitarbeiter. - © Foto: Christian Weische
Ganz viel reden: Arminias Geschäftsführer Gerrit Meinke trifft sich regelmäßig mit den Abteilungsleitern des Klubs. Hinter den Kulissen laufen einige Umstrukturierungen. Meinke vertraut auf die Kompetenz seiner Mitarbeiter. | © Foto: Christian Weische

Arminia Bielefeld DSC Geschäftsführer Gerrit Meinke ist ab dem 1. August alleinverantwortlich

Gerrit Meinke setzt auf Kommunikation

29.07.2015 | Stand 29.07.2015, 12:59 Uhr

Bielefeld. Saisonbeginn bei den Profis und Änderungen in der Geschäftsführung – beim Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld muss sich dieser Tage einiges einspielen. Auf dem Platz versuchen die Schützlinge von Trainer Norbert Meier eine Einheit zu werden – was beim 0:0 in St. Pauli schon ganz gut funktionierte. Parallel dazu laufen in der Geschäftsstelle des DSC Umstrukturierungen als Reaktion auf das Ausscheiden von Marcus Uhlig. Anfang Juli hatte Uhlig aus persönlichen Gründen seinen Rückzug aus der Geschäftsführung angekündigt. Ab 1. August ist Gerrit Meinke alleiniger Geschäftsführer der Arminia Bielefeld Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Gleichzeitig bleibt er neben Gerhard Harhausen Geschäftsführer der Stadiongesellschaft (ALM KG). „Wir befinden uns gerade in einer Phase, in der wir einige Aufgaben neu verteilen“, sagt Meinke. Das geht naturgemäß nicht auf einen Schlag, zumal nebenbei das Tagesgeschäft Termine bereithält und Entscheidungen fordert. „Meine Grundvoraussetzung für ein funktionierendes Miteinander ist eine gute Kommunikation“, sagt Gerrit Meinke. Zu Arminias Vermarkter Sportfive hält er einen kurzen Draht. Täglich stimmt er sich mit dem sportlichen Leiter Samir Arabi ab. Dazu kommen regelmäßige Treffen mit den Abteilungsleitern im eigenen Haus. Zu ihnen zählen Gerhard Harhausen (Organisation), Oliver Füchtemann (Finanzen), Christian Venghaus (Marketing), Miriem Hamdine (Ticketing/Merchandising), Finn Holsing (Nachwuchsleistungszentrum) sowie Tim Santen (Medien und Kommunikation). Häufig ist auch Katrin Meyer (Teammanagerin der Profis) dabei. Verantwortlich für das große Ganze ist Gerrit Meinke. Ihm ist wichtig, dass er laufend über die Vorgänge im Haus unterrichtet wird, wenn er sich nicht persönlich kümmern kann. „Früher habe ich einige Themen allein bearbeitet, jetzt muss ich Aufgaben delegieren“, sagt Meinke, der „selbstverständlich eine Vakanz spürt. Marcus Uhlig hat viel getan.“ Deshalb sind strukturelle Veränderungen nötig.Auf Gerrit Meinke wartet viel Arbeit Aufgabenfelder einzelner Abteilungen werden erweitert oder verändert. Mittelfristig muss ein Nachfolger von Gerhard Harhausen, der in ein oder zwei Jahren in Rente gehen wird, gefunden werden. Auf Gerrit Meinke wartet viel Arbeit, doch er betont: „Die Entscheidung von Marcus Uhlig aufzuhören, ist für mich eine Warnung gewesen. Wenn es mir zu viel wird, soll ich mich sofort melden, hat unser Präsident gesagt.“ Mit DSC-Chef Hans-Jürgen Laufer steht Meinke in regelmäßigem Kontakt. „Um mal eine zweite Meinung zu hören und sich auszutauschen. Dafür bin ich unserem Präsidenten sehr dankbar“, sagt Meinke, der „gefühlt 150 Entscheidungen pro Tag“ treffen muss. Obwohl sich der DSC nach dem Ausscheiden von Uhlig bewusst für strukturelle Veränderungen ohne zusätzliche externe Mitarbeiter entschieden hat, mag Meinke „nicht komplett ausschließen“, dass das Personal in der Geschäftsstelle aufgestockt wird. Dabei sieht er auch in den eigenen Reihen personelles Potenzial, das Kompetenz besitzt und dem man Verantwortung übertragen kann. An der Melanchthonstraße muss sich halt noch einiges einspielen. Meinke macht diese Aufgabe Spaß. Umso mehr, wenn er, so wie nach dem respektablen 0:0 der Profis in St. Pauli, feststellt, „dass wir eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine gestellt haben. An solchen Tagen weiß man, wofür man arbeitet.“

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