Bietet sich an: Arminias Neuzugang Michael Görlitz möchte am Samstag zum Ligastart spielen. - © Christian Weische
Bietet sich an: Arminias Neuzugang Michael Görlitz möchte am Samstag zum Ligastart spielen. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Außenangreifer Michael Görlitz lobt den Teamgeist beim DSC

Ex-Paulianer hat sich in Bielefeld sehr gut eingelebt

Bielefeld. Spielt er, oder spielt er nicht? Arminias Neuzugang Michael Görlitz würde nur zu gern an diesem Samstag, Anstoß 15.30 Uhr, an früherer Wirkungsstätte auflaufen. Der Ex-Paulianer hat sich in Bielefeld sehr gut eingelebt und brennt darauf, nach einem nicht ganz so erfreulichen Jahr in Hamburg endlich wieder regelmäßig zu Ligaeinsätzen zu kommen. Als der Wechsel des Außenangreifers zu Arminia feststand, bezeichnete eine Hamburger Zeitung Görlitz? Jahr in St. Pauli als Missverständnis. Das mag der 28-Jährige nicht unterschreiben: "Es war eine turbulente Saison für mich und den Verein. Ich habe das Pech gehabt, dass ich länger verletzt war." Und dass Ewald Lienen in der Schlussphase des Abstiegskampf seine eingespielte Elf verständlicherweise nicht mehr ändern wollte. "Michael war ein bisschen der Leidtragende, dass die Mannschaft, so wie sie damals zusammenspielte, erfolgreich war. Aufgrund der Trainingsleistungen hatte er einen Einsatz verdient", sagt Mathias Hain, Ex-Armine und Torwarttrainer St. Paulis. Er beglückwünscht den DSC zu seinem Neuzugang. "Michael ist ein feiner Kerl und ein guter Fußballer." Hain sieht dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub gelassen entgegen und wünscht sich "ein gutes Spiel", das der Kulisse von 29.063 Zuschauern (ausverkauft) würdig sein soll. Michael Görlitz blickt ohne Groll zurück und "freut sich, dass es endlich losgeht". Erst St. Pauli dann FSV Frankfurt - der Spielplan beschert dem gebürtigen Nürnberger gleich zum Auftakt Spiele gegen seine Ex-Klubs. "Ich hoffe natürlich, dass ich viel Einsatzzeit bekomme", sagt Görlitz. Arminen-Trainer Norbert Meier hielt sich bezüglich eines Startelfeinsatzes des 28-Jährigen bedeckt. Die letzten personellen Entscheidungen fälle er meist in der Nacht vor dem Spiel. Es sei "gut möglich", dass Görlitz anspiele, verriet Meier: "Er hat eine gute Vorbereitung hinter sich und ist auf beiden Seiten einsetzbar." Sollte Görlitz in St. Pauli auflaufen, wird es voraussichtlich auf dem linken Flügel sein. Nach etwa vier Wochen in Bielefeld lobt Görlitz die gute Atmosphäre innerhalb der Mannschaft. Er sei sehr positiv aufgenommen worden und habe in Tom Schütz, mit dem er zusammen beim Nachwuchs der Münchner Bayern gespielt hatte, einen ersten Ansprechpartner gehabt. "Ich glaube, dass Mannschaften wie Heidenheim und Darmstadt letzte Saison viel von ihrem guten Teamgeist profitiert haben", sagt Görlitz. Auf diese Qualität könne und solle auch Arminia setzen. Beim FC St. Pauli sei zwar die individuelle Qualität vorhanden gewesen, die Mannschaft habe sich aber anfangs nicht gefunden. "Hier habe ich ein anderes Gefühl", sagt Görlitz. Seinen Ex-Klub erwartet der erfahrene Zweitligaspieler (94 Spiele) am Samstag im Vorwärtsgang. "St Pauli wird versuchen, uns gleich von Beginn an unter Druck zu setzen. Da müssen wir dagegenhalten, dann haben wir auch eine gute Chance", gibt sich der Offensivspieler vor dem Saisonstart optimistisch.

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