Die Arminiafans zeigten sich erstligatauglich. - © Andreas Zobe
Die Arminiafans zeigten sich erstligatauglich. | © Andreas Zobe

Arminia Bielefeld Arminia verliert im Pokalspiel 0:4 gegen Wolfsburg

nw.de tickert aus dem Stadion

Bielefeld. Aus der Traum vom Pokalfinale in Berlin. Trotzdem feierten tausende Fans ihre Arminia – dafür, dass sie sich bis ins Halbfinale vorgekämpft hat und auch gegen den VfL Wolfsburg erneut eine kämpferisch tolle Leistung zeigte. Und natürlich auch dafür, dass sie auf dem besten Weg in die 2. Liga ist. Freuen durften sich die Wolfsburger, die nach dem 4:0-Erfolg in Bielefeld nun am 30. Mai im Finale auf Bayern-Bezwinger Borussia Dortmund treffen. Schon vor dem Anpfiff herrschte Gänsehautstimmung im Stadion. Das Arminen-Lied ertönte aus tausenden Kehlen, die Schals in die Höhe gereckt, erwarteten die Anhänger den Anpfiff. Die Fans auf der Südtribüne leuchteten in den Vereinsfarben schwarz-weiß-blau. „Stolz auf die Farben, die wir tragen, groß die Träume, die wir haben“, prangte auf einem Banner. Doch als der Traum vom Pokalendspiel dann startete, drohte er schon nach acht Minuten zu platzen. Nach einem Fehlpass von Stephan Salger schnappte sich Daniel Caliguri den Ball, passte flink auf Maximilian Arnold, der aus 15 Metern zum 1:0 für Wolfsburg einschoss. Doch sofort waren die Fans da, um ihre Mannschaft zu unterstützen und wieder aufzurichten. Jeder gewonnene Zweikampf wurde beklatscht, jeder Fehler der Wolfsburger bejubelt, jede foulähnliche Aktion des Gegners gnadenlos ausgepfiffen.Respekt vor den Arminen war groß Der zwölfte Mann schien mitten auf dem Platz zu stehen. Derart angefeuert, attackierten die Arminen wild entschlossen das Aufbauspiel des Bundesligazweiten. Kein Ball wurde verloren gegeben, kein zu laufender Meter gescheut. Hatten die Bielefelder den Ball erobert, suchten sie den Weg nach vorn. Mit viel Mut, aber auch zum Teil mit ungenauem Spiel. Das eröffnete den Wolfsburgern Raum für Konter, in denen sie ihre Gefährlichkeit andeuteten.Liveticker mit Fanbeiträgen   Bis auf Andre Schürrle waren die Gäste mit ihrem besten Aufgebot angefangen – der Respekt vor den Arminen war ganz offenbar groß. Hertha, Bremen und Mönchengladbach waren ein warnendes Beispiel. Die Arminen lauerten trotz der prominenten Gegenüber auf ihre Möglichkeiten. Immer wieder mussten sie jedoch erkennen, dass sie an ihre Grenzen stoßen. Viel Herz und gelegentliche spielerische Lichtblicke genügten an diesem Abend nicht. Zweite Halbzeit begann mit großer Torchance Wolfsburg nutzte eiskalt seine Möglichkeiten. So in der 32. Spielminute, als sie nach einem Pfiff von Schiedsrichter Tobias Welz (Handspiel von Mast) einen Freistoß an der Strafraumgrenze bekamen. Ricardo Rodriguez brachte den Ball in den Strafraum, Bas Dost legt ihn vors Tor, wo Luiz Gustavo zum 2:0 einköpfte. Erneut zeigten die Fans keine Enttäuschung, feuerten stattdessen ihre Mannschaft weiter an. Bis zum Halbzeitpfiff ließen die Arminen viel Bemühen erkennen, der ersehnte Anschlusstreffer wollte jedoch nicht gelingen. „Im Gegensatz zu Achtel- und Viertelfinale sieht man heute einen Klassenunterschied. Leider“, sagte Ex-Armine Ansgar Brinkmann in der Pause. Mit Manuel Hornig für den verletzten Julian Börner (sein Einsatz im Spitzenspiel gegen Kiel ist fraglich) und einer klaren, der ersten großen Torchance begann die zweite Halbzeit. Ein Freistoß von Florian Dick krachte an das Lattenkreuz, den Abpraller schoss Fabian Klos über das Tor. Noch hatten sich die Arminen nicht aufgegeben. Doch dem Lichtblick folgte prompt der nächste Dämpfer. Ein Pass auf de Bruyne machte das VfL-Angriffsspiel blitzschnell – Caliguri spielte den Ball vor das Tor und Perisic grätschte ihn zum 0:3 (51.) über die Linie. Wenig später war die letzte Hoffnung auf eine Sensation dahin, nachdem Maximilian Arnold das 0:4 (55.) markierte. Und die Fans? Die setzten eine bemerkenswertes Signal und feierten ihr Lieblinge weiter und weiter und weiter. DSC Arminia Bielefeld - VfL Wolfsburg 0:4 (0:2) Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner (46. Hornig), Salger, Schuppan - Junglas, Schütz - Hemlein, Christian Müller (65. Ulm), Mast - Klos (76. van der Biezen). Wolfsburg: Benaglio - Vieirinha, Naldo, Klose, Rodriguez (73. Marcel Schäfer) - Arnold, Luiz Gustavo - Caligiuri, De Bruyne (54. Guilavogui), Perisic (69. Schürrle) - Dost. Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden) Tore: 0:1 Arnold (8.), 0:2 Luiz Gustavo (32.), 0:3 Perisic (51.), 0:4 Arnold (55.)

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