Dieser Schuss geht übers Tor: Arminias Verteidiger Sebastian Schuppan scheitert im gegnerischen Strafraum. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Dieser Schuss geht übers Tor: Arminias Verteidiger Sebastian Schuppan scheitert im gegnerischen Strafraum. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Arminia Arminia erhält Lob für einen Punkt

Englische Woche endet mit einem verdienten 1:1-Unentschieden bei Borussia Dortmund II

Durchwachsener Einstand: Jarno Peters hatte wenig zu halten und sah beim Gegentor nicht ganz glücklich aus. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Durchwachsener Einstand: Jarno Peters hatte wenig zu halten und sah beim Gegentor nicht ganz glücklich aus. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Dortmund. Auch Pokalhelden verfügen nicht über unendliche Kraftreserven. „Natürlich wollten wir mehr“, meinte Arminia Bielefelds Außenverteidiger Florian Dick nach dem 1:1 bei der U 23 von Borussia Dortmund. Am Ende könne man aber mit dem Punkt ganz gut leben, auch wenn ein Dreier drin gewesen sei, schickte Dick hinterher.

Im Stadion „Rote Erde“ mussten die Bielefelder den Strapazen einer englischen Woche Tribut zollen. Obwohl DSC-Trainer Norbert Meier einige Stammkräfte geschont hatte, war dem Tabellenführer der Kräfteverschleiß anzumerken. Die Folge: In der Tabelle ist der Vorsprung auf die Verfolger kleiner geworden. Dennoch trennen den Spitzenreiter aus Bielefeld noch sieben Zähler auf den dritten Platz.

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Im sogenannten Gesellschaftszimmer der 50er-Jahre-Charme versprühenden Stadiongaststätte "Rote Erde", in die Journalisten nur mit einer "Akkredition" Einlass finden, herrschte nach dem Spiel Einigkeit. Sowohl Dortmunds Trainer David Wagner als auch Arminias Coach Norbert Meier freundeten sich rasch mit der Punkteteilung an. "Wenn man das entscheidende Tor nicht schießt, muss man auch Mal mit einem Punkt zufrieden sein", fasste Meier das 1:1 zusammen.

Aggressive Gastgeber

Der DSC-Trainer konzentrierte sich bei seiner Analyse auf das Positive. Besonders "bemerkenswert" fand er die Einstellung seiner Schützlinge. "Jeder hat versucht, sein Bestes zu geben und bis zum Schlusspfiff absolut den Willen gezeigt, das Spiel noch zu gewinnen." Im Hinblick auf die ersten 60 Minuten war der fast 30-minütige Schlussspurt in der Tat bemerkenswert.

Gegen die aggressiv auftretenden Gastgeber, die auf der rechten Verteidigerposition mit Weltmeister Erik Durm aufgelaufen waren, taten sich die Gäste trotz der Führung durch Torjäger Fabian Klos zunächst schwer. Das ist einigermaßen verständlich am Ende einer englischen Woche mit einem kraftraubenden Höhepunkt gegen einen Bundesligisten. Beim besten Willen fehlt dann schon mal die Präzision bei einer Flanke oder einem Anspiel. Und die Zweikampfquote geht auch nicht mehr so einseitig wie zuletzt gewohnt an den Tabellenführer.

"Irgendwann ist man mit dem Körper nicht mehr bei 100 Prozent, dann wirkt sich das auch auf den Kopf aus", meinte Dennis Mast. Deshalb wollte der zunächst geschonte Linksaußen auch nicht so recht "böse sein über das 1:1". So empfanden es wohl die meisten Bielefelder - seien es Spieler, Verantwortliche oder die Fans, die in beeindruckender Größenordnung (3.300) mitgereist waren.

Meier macht keine Vorwürfe

Regelmäßige Beobachter des kleinen BVB bestätigten David Wagners Einschätzung von einem starken Spiel seiner Elf. Oguzhan Kefkir, bei Ausführung und Effektivität dem Freistoß-Experten Ronaldo nacheifernder Jung-Borusse, verriet die besondere Motivation der Gastgeber: "Wir wollten das Duell mit Bielefeld zu unserem eigenen Pokalspiel machen."

So entwickelte sich ein für die Zuschauer attraktives Spiel, bei dem Norbert Meier zwar nicht mit allem zufrieden war ("Beim Gegentor hätten wir besser verteidigen können"), er seiner Mannschaft letztlich aber auch "keinen Vorwurf machen wollte". Wegen besagter Schlussphase. Die Arminen mobilisierten letzte Kraftreserven und erspielten sich eine deutliche Überlegenheit. Die Belohnung versagte der Schiedsrichter, der bei strittigen Situationen nicht auf Elfmeter entschied. "Den einen muss er geben", meinte Norbert Meier nach dem Spiel.

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