Arminiafans dürfen in Osnabrück nur im Gästeblock Fanartikel tragen. - © Foto: Getty
Arminiafans dürfen in Osnabrück nur im Gästeblock Fanartikel tragen. | © Foto: Getty

Arminia Kollektivausschluss für Bielefelder Fans in Osnabrück

Arminiafans mit Fankleidung außerhalb des Gästeblocks müssen damit rechnen, nicht auf die Tribüne zu kommen

Alexander Drößler
18.02.2015 | Stand 18.02.2015, 22:45 Uhr

Bielefeld. Die Bewertung des Derbys beim VfL Osnabrück als Risikospiel sorgt für Unmut bei den Bielefelder Fans. Fans mit schwarz-weiß-blauen Fanartikeln müssen damit rechnen, außerhalb des Gästeblocks nicht auf die Tribünen gelassen zu werden. Das hatte der VfL angekündigt. Die Bielefelder Ultra-Fangruppierung "Lokal Crew" stört das. Sie schreibt auf ihrer Webseite: "Derartige präventive Kollektivstrafen sind weder legitim noch wirksam." Die gesamte Bielefelder Ultraszene habe Karten für die Heimbereiche der Osnabrücker Westtribüne, die an den Gästeblock angrenzt.Risikospiel wegen Vorkommnissen in Münster Das liegt daran, dass durch die Bewertung als Risikospiel das Kartenkontingent für Gästefans aus Bielefeld von ursprünglich geplanten 2.200 Karten auf 1.250 beschränkt wurde. Jedoch heißt das nicht, dass sich nur 1.250 Bielefelder Fans auf den Weg nach Osnabrück machen. Der DSC rechnet mit 2.000 Arminiafans, etwa 800 Fans wollen also von außerhalb des Gästeblocks ihre Mannschaft anfeuern. Die Osnabrücker Polizei wertet das Derby auf Grund der Vorkommnisse während der Spiele des DSC und des VfL gegen Preußen Münster als Risikospiel. In Münster hatten Bielefelder Fans im Oktober Pyrotechnik gezündet. Osnabrücker Fans waren am 7. Februar mit Preußen-Fans aneinander geraten, dabei gab es 40 Verletzte."Auf den Rängen lief es für ein Derby immer außergewöhnlich gut" Derbys zwischen Arminia Bielefeld und dem VfL Osnabrück verliefen dagegen in den vergangenen Jahren ruhig. Auch beim Zweitligaaufstieg vor zwei Jahren nach dem Heimsieg gegen Osnabrück gab es keine nennenswerten Vorkommnisse. Arminias Fanbeauftragter Christian Venghaus sagt auf Nachfrage von nw.de: "Das Derby hat eine rein sportliche Rivalität, auf den Rängen lief es für ein Derby immer außergewöhnlich gut." Dass Fans gegnerischer Mannschaften außerhalb des Gästebereichs keinen Zugang zu den Tribünen bekommen, sei jedoch nichts ungewöhnliches. Auch bei Arminia-Heimspielen könne gegnerischen Fans mit Fanartikeln in den Stehplatzblöcken 1 bis 4 sowie den Sitzplatzblöcken I und J der Zutritt verweigert werden, so Venghaus. Doch das seien ausgewiesene Fanblöcke der Arminiafans. Auf die neutralen Blöcke in der Nähe des Gästebereichs würden Arminias Ordner auch gegnerische Fans lassen.Mehr Gästekarten hätten das Problem verhindert In Osnabrück ist das Mittwochabend anders. Mit dem Kollektiv-Ausschluss will der VfL Osnabrück möglichen Krawallen vorbeugen. Arminiafans mit Karten für andere Blöcke als den Gästeblock sollten daher auf Fankleidung verzichten, um das Spiel im Stadion erleben zu können. Hätte der Verein mehr Karten für den Gästeblock verkauft, gäbe es das Problem nicht.

realisiert durch evolver group