Der doppelte Vize-Kapitän: Florian Dick, Rechtsverteidiger der Arminen, und sein Spiegelbild (r.)
Der doppelte Vize-Kapitän: Florian Dick, Rechtsverteidiger der Arminen, und sein Spiegelbild (r.)

Belek Arminias Florian Dick ist Zauberkünstler und harter Arbeiter

Die zwei Gesichter des Abwehrspielers erfreuen Trainer und Fans

Belek. Mit Zauberei kann man Illusionen herstellen. Für den Aufstieg im deutschen Profifußball benötigt man hingegen Grundtugenden wie Einsatz, Kampf und Galligkeit. In beiden Bereichen ist Florian Dick ein Meister seines Fachs. Der Rechtsverteidiger des Drittliga-Tabellenführers aus Bielefeld gehört neben Alexander Schwolow, Stephan Salger, und Christoph Hemlein zu den Dauerbrennern der laufenden Saison. Dieses Quartett hat sämtliche 22 Meisterschaftsspiele der Arminen bestritten. Die neuformierte Abwehr, die sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gefangen hat, zählt mittlerweile zu den Prunkstücken der Ostwestfalen. Trainer Norbert Meier gelang das Kunststück, Dick, Julian Börner, Stephan Salger und Sebastian Schuppan zu einem nur schwer zu bezwingbaren Bollwerk zu formen. "Ganz so viele Gegentore kassieren wir nicht mehr", sagt der 30-Jährige, der vom 1. FC Kaiserslautern zu den Arminen gewechselt war. Das Lob gibt der gebürtige Bruchsaler umgehend an seine Mitspieler weiter. "Wir sehen in der Abwehr deshalb gut aus, weil bereits im Mittelfeld ordentliche Defensivarbeit verrichtet wird.""Wir können kicken" Den kommenden Monaten blickt Dick, der am 20. April 2014 mit einem Volleyschuss gegen den FSV Frankfurt das Tor des Monats April in der ARD-Sportschau erzielte, mit großer Erwartung entgegen. "Wir können kicken", betont Dick, der in Bielefeld als ein Meister der Standards gilt und bereits acht Torvorlagen gab. Neben dieser spielerischen Qualität, die im Testspiel in Belek gegen Mönchengladbach (0:2) 60 Minuten lang zu sehen war, müsse man, so Dick, vom Einsatzvermögen weiterhin im 100-Prozent-Bereich bleiben. "Es sind letztlich die dreckigen Siege, die eingefahren werden müssen." Im Gegensatz zu vielen anderen Fußballern besitzt Florian Dick das Aufstiegsgen. Mit dem Karlsruher SC schaffte er in der Saison 2006/2007 den Sprung in die 1. Bundesliga. Eine Wiederholung dieses Kunststückes gelang ihm in der Spielzeit 2009/2010 mit dem 1. FC Kaiserslautern. Aller guten Dinge könnten jetzt drei sein. Und wenn alle Stricke reißen und sich die Aufstiegsfrage zu einem Krimi entwickeln sollte, bleibt ihm noch die Zauberei. Tricks mit Karten und Münzen hat Florian Dick bereits als Kind in der Gaststätte seiner Eltern gelernt. "Am Stammtisch habe ich meine Hausaufgaben gemacht. Als Abwechslung brachten mir Gäste einige Zauberkunststücke bei." Diese Fähigkeiten demonstriert Florian Dick häufig bei Partys und anderen Geselligkeiten. Einen Zauberspruch für den garantierten Aufstieg in die 2. Liga hat er aber auch nicht parat. Dick verweist daher auf seine zweite Qualität. "Nur mit harter Arbeit schaffen wir es." Bei der erhofften Aufstiegsfeier darf Florian Dick jedoch wieder als Zauberkünstler glänzen.

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