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Robust: Arminias Neuzugang Koen van der Biezen (r.) setzt sich gegen den Mönchengladbacher Thorben Marx durch. - © Christian Weische
Robust: Arminias Neuzugang Koen van der Biezen (r.) setzt sich gegen den Mönchengladbacher Thorben Marx durch. | © Christian Weische

Belek Mitspieler, nicht Gegenspieler von Klos

Neuzugang van der Biezen sucht seine Chance / Vermeidbares 0:2 gegen Gladbach

12.01.2015 | Stand 13.01.2015, 11:04 Uhr

Belek. Die Neugierde der 18 Arminen-Anhänger unter den 300 Zuschauern war groß. Das Interesse konzentrierte sich vor allem auf die ersten Auftritte der beiden Neuzugänge Koen van der Biezen und Manuel Junglas im Dress der Ostwestfalen. Beide Akteure kamen erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Arminias Elf der ersten 45 Minuten ließ einen Klassenunterschied überhaupt nicht erkennen. Vor allem Routinier Sebastian Hille überzeugte auf der rechten Außenbahn. Seine Flanke (22.) führte fast zur Bielefelder Führung. Dennis Mast schoss den Ball jedoch um wenige Zentimeter am Gladbacher Tor vorbei ins Aus. Pluspunkte sammelte Fabian Klos im internen Duell der Stürmer. Zwei gute Möglichkeiten hatte der Kapitän in der Anfangsphase, nutzte sie aber nicht. Arminias sportlicher Leiter Samir Arabi zur Halbzeit: "Diese wenigen Chancen gegen ein Topteam müssen sitzen." Mit dem leichtfertigen Auslassen von erstklassigen Möglichkeiten ging es im zweiten Abschnitt weiter. Sebastian Schuppans Kopfball (47.) klärte Julian Korb auf der Linie. Zwei Minuten später leistete sich der freistehende Marc Lorenz ein schlampiges Zuspiel auf Christian Müller. Die Strafe folgte wenig später. Manuel Junglas legte als Sechser ein zufriedenstellendes Debüt hin. Van der Biezen hatte im Vergleich zu Fabian Klos die geringere Zahl an Tormöglichkeiten. Dank seiner großen Einsatzbereitschaft verschaffte er sich aber den notwendigen Respekt bei seinen Gegenspielern. "Wir haben gute Chancen herausgespielt, sie aber nicht genutzt", lautete sein Kommentar und wertete seine eigene Leistung "als nicht so schlecht". Der Neue hat die gängige Sprachregelung bei Arminia Bielefeld schnell gelernt. "Über das Thema Aufstieg wird nicht so viel geredet", sagt der 29 Jahre alte Niederländer, der in der vergangenen Woche vom Karlsruher SC zu den Arminen gewechselt war und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017 unterschrieb. Mit einem süffisanten Lächeln fügt er aber hinzu: "Ich möchte meinen Beitrag für das große Ziel leisten." Beim Zweitligisten KSC war der Stürmer nicht mehr erste Wahl und verzeichnete keine nennenswerten Spielanteile mehr. "Mein Trainer dort meinte, es reiche nicht mehr", erinnert sich der zweifache Familienvater. Über Angebote aus der zweiten und 3. Liga konnte er sich nicht beklagen. Seine 23 Tore in 65 Meisterschaftsspielen für Karlsruhe seit 2012 erwiesen sich als perfekte Bewerbungsunterlage. Die Nähe zur holländischen Heimat und die sportliche Perspektive waren für ihn die entscheidenden Gründe pro Arminia. Dass van der Biezen mit Fabian Klos einen Top-Torjäger als Konkurrent im Angriff hat, stört den selbstbewussten Niederländer überhaupt nicht. "Fabian ist mein Mit- und kein Gegenspieler. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, auch gemeinsam mit ihm zu spielen." Vor drei Jahren wäre Arminias Neuzugang fast beim SC Paderborn gelandet. 2012 war er Gastspieler während des Sommertrainingslagers in Herzlake. Der damalige SCP-Coach Stephan Schmidt sprach sich jedoch gegen seine Verpflichtung aus. Ein Scout des Karlsruher SC schrieb ihm jedoch ein positives Zeugnis aus. Statt Paderborn zog es van der Biezen nach Karlsruhe. Und jetzt nach Bielefeld.

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