Arminia: Meiers Taktik für das Westfalenderby steht

Hille hofft auf ein Geschenk zum 34. Geburtstag

VON JÖRG FRITZ
Arminia: Meiers Taktik für das Westfalenderby steht - © Arminia
Arminia: Meiers Taktik für das Westfalenderby steht | © Arminia

Bielefeld. Es gibt tatsächlich Fußballprofis im aktuellen Team von Arminia Bielefeld, die schon einmal ein Pflichtspiel gegen Preußen Münster gewonnen haben. Felix Burmeister, Sebastian Hille, Marc Lorenz, Tom Schütz, Fabian Klos und Stephan Salgar zählten zur DSC-Formation, die am 8. Juli 2012 in Bielefeld im Finale um den Westfalenpokal den Rivalen aus Münster mit 2:0 besiegte.

Abwehrspieler Salger, der bei diesem Ereignis allerdings nicht eingewechselt wurde, hatte bereits in der Saison zuvor im Dress des VfL Osnabrück mit 1:0 gegen die Preußen einen weiteren Sieg gegen den nicht gerade zu den Bielefelder Lieblingsgegnern gehörenden Klub aus dem Münsterland errungen.

Auch die Neuauflage dieses Westfalenderbys am Sonntag (14 Uhr/live im WDR, Liveticker bei nw-news.de) ist für Arminia Bielefelds Trainer Norbert Meier ein besonderes Spiel. "Diese Partie elektrisiert die Massen. Dem werden wir Rechnung tragen", verriet der 56 Jahre alte Fußballlehrer. Meier erwartet ein "sehr enges Spiel, da die Preußen einen sehr guten Kader besitzen."

Um die Erfolgsserie von sechs Siegen, zwei Unentschieden und nur einer Niederlage aus den letzten neun Meisterschaftsspielen fortzusetzen, verordnete der Bielefelder Trainer seinen Spielern Besonnenheit. "Wir müssen unsere Emotion im Griff haben und ein kühles und cleveres Spiel aufziehen."

Personell kann der Trainer bis auf den erneut angeschlagenen Peer Kluge (Meier: "Eine für beide Seiten nicht zufriedenstellende Situation") aus dem Vollen schöpfen. Da auch Christian Müller seine muskulären Probleme in den Griff bekommen hat, könnte der gebürtige Berliner auf seinen Platz als hängende Spitze zurückkehren. Diese Position hatte beim 4:1-Sieg gegen Dynamo Dresden der nachverpflichtete David Ulm eingenommen und gute Kritiken erhalten.

Sebastian Hille wird von den Münsteranern Fabian Hergesell (l.) und Jens Truckenbrod gestoppt. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Sebastian Hille wird von den Münsteranern Fabian Hergesell (l.) und Jens Truckenbrod gestoppt. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Meier schließt daher nicht aus, dass sowohl Müller als auch Ulm in der Startelf stehen könnten. "Müller kann auf vielen Positionen eingesetzt werden", sagte Meier und ergänzte: "David Ulm ist aber kein Spieler, der im defensiven Mittelfeld spielen kann." Die Vermutung liegt daher nahe, dass Meier wie beim 1:1 in Duisburg (6. Spieltag) auch in Münster mit einem 4:1:4:1-System spielen könnte, in dem Tom Schütz die Rolle des einzigen Sechsers übernimmt.

Norbert Meier, der mit seiner Mannschaft bereits am Samstag nach Münster anreist, wird sich am Nachmittag in Begleitung von Co-Trainer Uwe Speidel den DFB-Pokalgegner Hertha BSC beim Gastspiel in Schalke anschauen. Sebastian Hille würde sich am Sonntag zu seinem 34. Geburtstag sicherlich über seinen zweiten Karrieresieg gegen Preußen Münster riesig freuen.

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