Arminias Strifler als Umschaltstation im Mittelfeld

Wechsel von der Rechtsverteidigerposition in die Zentrale wegen Kluge und Schütz

Peter Burkamp

Strifler als Umschaltstation

im Mittelfeld - © Arminia
Strifler als Umschaltstation
im Mittelfeld | © Arminia

Peer Kluge wird Samstag wegen muskulärer Probleme ausfallen, vielleicht auch noch etwas länger. Dazu ist Christian Müller gesperrt. Vor dem Spiel gegen Fortuna Köln am Samstag, 14 Uhr, in der Schüco-Arena, stellt sich das Arminen-Mittelfeld beinahe von selbst auf.

Gibt er sich im Training keine Blöße, dürfte an Jonas Strifler kein Weg vorbeiführen. Seit drei Pflichtspielen – inklusive Pokal – ist der gebürtige Schwetzinger auf der "Sechs", wie es im Fußball-Neudeutsch heißt, gesetzt. "Ich bin auf dieser Position groß geworden und fühle mich im Mittelfeld am wohlsten", sagt Strifler.

In der Nachwuchsabteilung der TSG Hoffenheim lernte der heute 24-Jährige das Spiel im Zentrum. "Wir hatten das 4:3:3 der Profis übernommen: Ich habe auf der Halbposition gespielt", erklärt er. So wie zuletzt gegen Sandhausen. Peer Kluge sollte vor der Abwehr agieren, Müller und Strifler als sogenannte "Halbe" versetzt davor. "Da kann ich marschieren und habe viele defensive Zweikämpfe", beschreibt Strifler seine Rolle. Das Mittelfeld spielt naturgemäß auch beim von Trainer Meier geforderten und forcierten Umschaltspiel eine große Rolle. Anspruchsvoller als andere Positionen sei seine Aufgabe deshalb nicht, meint Strifler: "An jede Aufgabe werden gewisse Ansprüche gestellt."

Vielseitiger Armine

Und Strifler erfüllt nicht nur eben jene für das defensive Mittelfeld, sondern auch die für einen Rechtsverteidiger. U-17-Bundestrainer Heiko Herrlich hat den damaligen Hoffenheimer während der U-17-WM in Südkorea zum Außenverteidiger umgeschult. "Wir hatten viele Spieler für das Zentrum, und Herrlich wollte mich unbedingt dabei haben", erzählt Strifler.

Jonas Strifler wird in dieser Szene von einem Spieler aus Sandhausen gefoult - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Jonas Strifler wird in dieser Szene von einem Spieler aus Sandhausen gefoult | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Seitdem haben schon mehrere Trainer die Flexibilität des laufstarken Profis genutzt. So war Strifler 2009 von Alemannia Aachen "als Sechser" nach Dresden gewechselt, um später die Position des Rechtsverteidigers zu übernehmen.

Zuletzt nutzte auch Arminias Coach Norbert Meier die Vielseitigkeit des Arminen, da die für das Mittelfeld eingeplanten Spieler entweder verletzt oder noch nicht bei hundert Prozent ihres Leistungsvermögens waren. "Strifler ist ein Allrounder und kämpft sich in diese Rolle rein", sagt Meier. Diese Qualität wird er auch am Samstag von seinem Schützling erwarten können. "Wichtig ist, dass wir die Zweikämpfe annehmen", sagt Strifler vor dem Spiel gegen Fortuna Köln. Wohl wahr.

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