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Bielefeld Arminia-Coach Norbert Meier: "Wir müssen in jedem Spiel Gier zeigen"

Der Trainer im Interview über den Abstieg, den Neuaufbau, Otto Rehhagel und Eis essen

26.07.2014 | Stand 26.07.2014, 13:58 Uhr

Die individuelle Klasse der verpflichteten Spieler ist größer als die ihrer Vorgänger. . .

MEIER: Zumindest die individuelle Erfahrung der Neuzugänge ist größer als bei den meisten Akteuren des letztjährigen Zweitligakaders. Wir haben in den vergangenen Wochen viele Spieler gefragt, ob sie sich ein Engagement in Bielefeld vorstellen könnten. Fragen kostet bekanntlich nichts. Zwei erprobte Routiniers wie Peer Kluge und Florian Dick beispielsweise haben ihre Bereitschaft signalisiert, mit uns den nächsten Schritt zu gehen.

Sie sprechen sich für weitere Neuzugänge aus, da der Kader zu dünn besetzt ist.

MEIER: Es darf bei uns nicht viel passieren. Es gibt Unwägbarkeiten im Kader. Manuel Hornig fällt nach seinem Kreuzbandriss bis zum Jahresende aus. Am Mittwoch wurde Tom Schütz am Meniskus operiert. Peer Kluge hatte zuletzt Probleme mit seinem Zeh. Daniel Brinkmann hat fast ein Jahr lang keine Spielpraxis gehabt. Christian Müller konnte einen großen Teil der Vorbereitung wegen muskulärer Probleme nicht mitmachen. Das sollten doch schlagkräftige Argumente für die Verpflichtung von weiteren Spielern sein.

Wie lief die Vorbereitung ab?

MEIER: Es war eine sehr harmonische Zeit, da alle Spieler genügend Spielpraxis erhielten. Ärger in der Vorbereitung blieb daher aus. Jeder kam zu seinem Spielrecht. Jetzt wird es ernst. Wer kommt am Samstag in Mainz in die Startelf? Diese Fragen beschäftigen mich. Ich erwarte auch von unseren begabten Talenten Bashkim Renneke und Pascal Schmidt weitere Steigerungen. Sie müssen ihre nächsten Schritte machen und bereit dafür sein. Und ich muss das Gefühl bekommen, dass sie diesen Weg auch mitgehen wollen.

Haben Sie bei der WM Impulse bekommen, die für Ihre tägliche Arbeit verwertbar sind?

MEIER: Der Teamgeist wird immer wichtiger. Einzelschicksale zählen nicht. Jeder wird gebraucht. Jeder marschiert. Jeder hat das gleiche Recht. Vorbildlich für mich bei der WM waren die Verhaltensweisen von Per Mertesacker und Lukas Podolski. Sie haben nicht immer gespielt, aber fast noch lauter gejubelt als ihre Kollegen, die in der Startelf des WM-Finales gegen Argentinien standen. Das ist der Weg zum Erfolg.

Wie sehen Sie sich als Trainer? Ein verständnisvoller harter Hund?

MEIER: Die Spieler sollen Spaß mit mir und dem Fußball haben. Geht es in der Meisterschaft aber los, bin ich stark fixiert und fordere das auch von meinen Spielern.

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