Arminias Neuzugang Peer Kluge (l.). - © FOTO: WEISCHE
Arminias Neuzugang Peer Kluge (l.). | © FOTO: WEISCHE

Teistungen Peer Kluge ist der neue Arminia-Leitwolf

Der Ex-Berliner bringt jede Menge Erfahrung mit

Teistungen. Norbert Meier hat es nicht explizit gesagt, aber es war zwischen den Zeilen zu hören: Gern hätte der Arminen-Trainer schon in der vergangenen Rückserie einen Spieler wie Peer Kluge in seinen Reihen gewusst. "Kluge ist einer, der die Mannschaft führen kann, der die Leute auf dem Platz stellen kann, auch wenn er nicht unbedingt ein Lautsprecher ist", sagt Norbert Meier.

Peer Kluge ist wahrlich kein Mann der großen Töne. Er beobachtet genau, wirkt besonnen und zurückhaltend. Die Rolle des Leitwolfs passt ihm trotzdem. In erster Linie möchte er Vorbild sein. "Kluge - durch Leidenschaft überzeugt" stand auf einem Fan-Banner geschrieben, als der gebürtige Sachse im Jahr 2007 Borussia Mönchengladbach nach 141 Spielen Richtung Nürnberg verließ. "Ich will voran gehen. Leistungsbereitschaft und Leidenschaft, das sind Tugenden, die ich auf den Platz bringen möchte", sagt Kluge.

Mit 33 Jahren ist der Neuzugang aus Berlin der älteste und erfahrenste Spieler im Kader. Sein Trainer hofft, dass er besonders die vielen jungen Spieler leitet. "Ich bin da, wenn ich einem helfen kann. Der eine oder andere ist auch schon mal mit einer Frage gekommen", sagt Kluge.

Er selbst weiß es zu schätzen, einen persönlichen Anlaufpunkt zu haben. Für ihn heißt dieser Hans Meyer. Den könne er immer anrufen. "Meyer hat mich in die Bundesliga geholt. Ihm habe ich einiges zu verdanken", sagt Kluge. Meyer entdeckte Kluge in Chemnitz, warb ihn für die Borussen an und entwickelte ihn zum Erstligaspieler. Später holte er ihn nach Nürnberg.

Über kurz oder lang entwickelte sich Kluge bei jedem seiner Arbeitgeber zu einer wichtigen Figur. Schalkes Trainer Felix Magath stellte ihn nach einem Champions-League-Spiel in Valencia mal auf eine Ebene mit Raul und lobte: "In seiner Rolle als Ballschlepper war er europäische Spitze." Auch im Aufstiegsjahr der Hertha war Kluge eine der Stützen. Um so weniger vermochte er nachzuvollziehen, dass ihn die Klubführung zum Jahreswechsel in die Reserve verbannte.

Der Reiz, noch einmal etwas zu bewegen, hat den Routinier zum DSC geführt. "In den Gesprächen hat man mir die Perspektiven aufgezeigt. In Bielefeld kann man noch was schaffen." Aufsteigen am besten. Darin hat Kluge Erfahrung. Mit Nürnberg und Hertha klappte es schon. Was braucht man also außer guten Spielern, um aufzusteigen?

"Teamgeist, man muss körperlich gut vorbereitet sein und den Willen haben, nicht nur im Spiel, sondern auch im Training weiterkommen zu wollen", antwortet Kluge. Und ein guter Start sei hilfreich. Damit der gelingt, arbeiten die Arminen hart während des Trainingslagers. Und Peer Kluge geht voran, auch wenn im Moment ein lädierter Zehennagel zwickt. Ein Leitwolf eben.

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