Bielefeld Arminia-Fahne weht bei der WM

DSC-Fans Volker und Jonas Hinzmann bei den deutschen Gruppenspielen dabei

VON DENNIS ROTHER

Volker Hinzmann und die Arminia-Fahne waren genauso Hingucker wie manche Brasilianerin. - © FOTO: PRIVAT
Volker Hinzmann und die Arminia-Fahne waren genauso Hingucker wie manche Brasilianerin. | © FOTO: PRIVAT

Bielefeld. Manch ein Bielefelder hat seine Arminia-Fanartikel nach dem bitteren Abstieg erst einmal verstaut. Volker und Jonas Hinzmann tragen die schwarz-weiß-blauen Farben weiter mit Stolz – und das sogar auf der größten Bühne, die die Fußballwelt zu bieten hat: bei der Weltmeisterschaft in Brasilien. Dort lief ihnen sogar ein "weißer Brasilianer" mit Kult-Status in Ostwestfalen über den Weg.

Ob im Stadion oder beim Strandspaziergang, ihre DSC-Fahne haben Vater und Sohn immer dabei. Als langjährige Arminia-Mitglieder haben der 48-Jährige und der 21-Jährige Dauerkarten für die Alm. "Egal, ob 1., 2. oder 3. Liga", sagt Volker Hinzmann. Logisch, dass die DSC-Fahne dann auch in den Koffer kam, als Vater und Sohn sich in der vergangenen Woche zum Brasilien-Trip aufmachten. "Wir hatten Karten für alle drei Deutschland-Spiele in der Gruppenphase bekommen."

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Der "Spenger" ist auch dabei


Wer die deutschen Spiele verfolgt hat, dem wird auch wieder das Fan-Banner mit dem Aufdruck "Spenge" aufgefallen sein. Das Banner gehört Daniel Schallenberg. Seit Jahren reist der 29-Jährige dem DFB-Tross hinterher, ist bei Heimspielen im Stadion genauso wie auswärts – ob in Island, China, Südafrika oder jetzt in Brasilien dabei.

Rund 3,5 Meter breit ist sein Banner, weiße Großbuchstaben prangen auf schwarzem Hintergrund. Am Rand ist klein das Arminia-Logo aufgedruckt. Meist hängt Schallenberg das Banner an einer Bande hinter einem Tor auf.

Die beiden gebürtigen Bielefelder wurden nicht enttäuscht. Sie erlebten einen "fantastischen Auftakt" von Jogis Elf. Die Stimmung in den Stadien sei unglaublich – "aber nur fast wie bei Arminia", fügt Volker Hinzmann augenzwinkernd hinzu.

In besonderer Erinnerung bleiben auch Erlebnisse außerhalb des Stadions. "In Salvador haben wir bei einem Strandspaziergang deutsche Nationalspieler getroffen." Özil und Co. schlenderten vor der Partie gegen Portugal gemütlich durch den weißen Sand. "Sie waren auch in unserem Nachbarhotel", sagt Volker Hinzmann. Eine Station weiter, in Fortaleza, waren dann die Ghanaer direkt nebenan untergekommen.

Wo immer Vater und Sohn Hinzmann samt Arminia-Fahne im Stadion auftauchten, galten sie als begehrtes Foto-Motiv – besonders bei Brasilianerinnen. "Warum auch immer", sagt Volker Hinzmann und schmunzelt.

Als sie dann in Fortaleza aber Kult-Kicker Ansgar Brinkmann trafen, waren es die beiden Bielefelder, die sofort ihre Kamera für einen Schnappschuss zückten. Sohn Jonas links im Arminia-Trikot, Vater Volker rechts im WM-Fan-Shirt, der weiße Brasilianer in der Mitte, riesige Brasilien-Flagge im Hintergrund: "Das war der Hammer", sagt Volker Hinzmann.

Brinkmann sahen die beiden Arminia-Fans nur wenige Tage später schon wieder. Nach der Wasserschlacht zwischen Deutschland und den USA in Recife, bei der nicht nur die Spieler pitschnass wurden, sondern auch Volker und Jonas Hinzmann – trotz Regen-Cape – machten sich die beiden auf den Weg zu einer Fan-Party. Auf der Bühne: der weiße Brasilianer. Brinkmann war aber nicht der einzige, der als Fußball-Fachmann eingeladen war: "Auch Christoph Daum war vor Ort", sagt Volker Hinzmann.

Statt Dauerregen kam am Tag nach dem Gruppensieg in Recife dann die Sonne wieder heraus. "Tat richtig gut", sagt Volker Hinzmann.

Das Duell mit Klinsmanns US-Boys war für die deutsche Elf zwar nicht das letzte, die beiden Arminen-Fans waren aber zum letzten Mal dabei. Die Reise habe sich trotzdem mehr als gelohnt.

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