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Arminia: Lizenz sicher – jetzt geht’s voran

Positive Rückmeldung vom DFB / Sportliche Planung wird konkreter

VON PETER BURKAMP
28.05.2014 | Stand 28.05.2014, 13:52 Uhr |
Arminia bekommt positive Rückmeldung vom DFB - © Arminia
Arminia bekommt positive Rückmeldung vom DFB | © Arminia

Bielefeld. Viele Tage harter Arbeit liegen hinter den Verantwortlichen von Arminia Bielefeld. Das Ergebnis entschädigte sie jedoch für den hohen Aufwand. Der DFB hat dem Zweitligaabsteiger am Dienstag bestätigt, dass die Zulassungsunterlagen für die 3. Liga fristgerecht und offenbar auch zufriedenstellend eingegangen sind. "Es gibt keinen Grund zu befürchten, dass noch etwas schief geht", sagte Arminias Geschäftsführer Marcus Uhlig.

Die Bielefelder gehen davon aus, die offizielle Bestätigung in den nächsten Tagen zu bekommen und konkretisieren nun die sportliche Planung. Marcus Uhlig sprach von 23 einzelnen Maßnahmen, die der Klub ergriffen hat, um die finanzielle Lücke in siebenstelliger Höhe zu schließen. "Das war ein Kraftakt", betonte Uhlig und ließ durchblicken, "dass es um mehr als eine Million Euro ging". Darlehen, Verzichte, Stundungen, zusätzliche Erträge und privates Engagement hätten im Paket zur Erfüllung der erforderlichen Bedingungen geführt, erklärte Gerrit Meinke, der Geschäftsführer von Arminias Stadiongesellschaft. "Mit der Stadt Bielefeld hatten wir schon im Vorfeld einige Dinge umgesetzt. Sie ist uns entgegengekommen", so Meinke.

Der "finale Lückenschluss" (Uhlig) sei durch ein privates Engagement der Brüder Stephan, Ralph und Claus Anstoetz gelungen. "Die Unterstützung aller, die uns geholfen haben , ist nicht hoch genug zu bewerten", sagte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer. Uhlig wertete den großen Zuspruch durch die Fans und die regionale Wirtschaft als Ansporn: "Wir haben nach dem Abstieg in dieser schwierigen Phase einen sensationellen Rückhalt erlebt. Das zeigt, dass der Klub lebt, und wir nehmen daraus eine Menge positiver Energie mit."

Marcus Uhlig und Arminias sportlicher Leiter Samir Arabi wollen mit der Zulassung als Basis nun die sportliche Entwicklung vorantreiben. "Die ganze Energie gilt dem Auftrag, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen, die angreifen kann." Das heißt: Arminia soll in der kommenden Saison oben mitspielen und nach Möglichkeit in den Aufstiegskampf eingreifen. Dafür sollen auch in den nächsten Wochen weitere Einnahmen generiert werden. "Die Arbeit geht weiter. Wir bemühen uns, weitere außerplanmäßige Erträge reinzuholen", betonte Uhlig. Wie einige andere Drittligisten auch zuletzt Fantasie bei der Saisonfinanzierung bewiesen hätten, werde auch mit dem DSC zu rechnen sein. "Wir werden nicht auf Betteltour gehen, sondern uns Aktionen einfallen lassen." Das geplante Benefizspiel des FC Schalke in Bielefeld diene dazu, die Mannschaft zu verstärken.

Arminia Bielefelds sportlicher Leiter Samir Arabi (l.) und DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig gehen jetzt mit den Gremien die Verpflichtung des Trainers an. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Arminia Bielefelds sportlicher Leiter Samir Arabi (l.) und DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig gehen jetzt mit den Gremien die Verpflichtung des Trainers an. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Als nächstes soll die Trainerfrage geklärt werden. "Das ist sicherlich die wichtigste Personalie. Wir wollen diese Aufgabe vernünftig lösen und eine möglichst breite Zustimmung im Verein finden", erklärte Uhlig das weitere Vorgehen. Ohne sich auf Norbert Meier festlegen zu wollen, bestätigte Uhlig weitere Gespräche mit dem Fußball-Lehrer, der Anfang des Jahres Stefan Krämer abgelöst hatte. "Wir haben unsere Vorstellungen ausgetauscht." Zusammen mit dem neuen – oder alten – Trainer werde dann die Mannschaft für die kommende Saison zusammengestellt.

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