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Bielefeld Rettung in Sicht: Weber gibt Arminia mehr

Erhöhung des Sponsoring-Engagements in der 3. Liga gegenüber der Vorsaison

23.05.2014 | Stand 22.05.2014, 14:48 Uhr
Modeunternehmer Gerhard Weber verstärkt seine finanzielle Unterstützung für Arminia Bielefeld. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Modeunternehmer Gerhard Weber verstärkt seine finanzielle Unterstützung für Arminia Bielefeld. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

Bielefeld. Es gibt endlich wieder gute Nachrichten vom DSC Arminia Bielefeld. Sie sind wirtschaftlicher Art und haben auch einen direkten Einfluss auf die sportlichen Perspektiven in der 3. Liga.

Nachdem schon in den vergangenen Wochen einige Maßnahmen zur Verringerung der Liquiditätslücke im Drittligafall erfolgreich umgesetzt und in diesem Zusammenhang auch die Verlängerungen der Sponsoring-Verträge mit den Firmen Alpecin, Schüco und Krombacher vermeldet werden konnten, wartete Geschäftsführer Marcus Uhlig mit einer weiteren Positivnachricht auf.

Das Haller Modeunternehmer Gerry Weber International AG hat zugesagt, sein in der 2. Bundesliga geleistetes Sponsoring-Engagement in der 3. Liga nicht nur beizubehalten, sondern sogar zu erhöhen. Hierdurch soll es dem DSC ermöglicht werden, die Qualität des Spielerkaders in der kommenden Saison zu verbessern, lautete der Inhalt einer Presseerklärung des Vereins.

Gerhard Weber, seit Jahren ein engagierter und großer Förderer der Bielefelder Arminia, setzt somit ein deutliches Signal zum Endspurt für die Erfüllung der Lizenzauflagen für die 3. Liga, die dem Deutsche Fußball-Bund (DFB) bis zum 27. Mai vorgelegt werden müssen. Dass der Initiator der Gerry Weber Open in Halle sein finanzielles Engagement im Vergleich zur Vorsaison sogar noch erhöht, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Betriebsunfall Abstieg aus der 2. Bundesliga so schnell wie nur eben möglich revidiert werden soll.

Trotz des deutlichen Zeichens von Gerhard Weber ist Arminia Bielefeld in Blickrichtung Lizenzerteilung noch nicht endgültig aus dem Schneider. Bei der Bereitstellung der vom DFB geforderten Liquiditätsreserve in Höhe von rund einer Million Euro gibt es noch Vakanzen. Marcus Uhlig: "Wir sind auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel. Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal den Appell an die ostwestfälische Wirtschaft richten, den DSC jetzt zu unterstützen. Wir arbeiten hart dafür, den emotionalen Schwung, den wir erzeugt haben, aufzunehmen und hier wieder etwas entstehen zu lassen. Gemeinsam mit unseren Fans, dem Umfeld und der Wirtschaft muss es uns gelingen, neue Kraft zu schöpfen. Arminia hat das Potenzial."

Trotz des unglücklichen Abstiegs wollen die Arminen, so der Geschäftsführer, "mit einer "Jetzt-erst-recht-Stimmung in die neue Saison starten." Die Drittliga-Zulassung sei die Basis für den Wunsch, in der kommenden Saison eine möglichst ambitionierte Mannschaft stellen zu können, die in der Lage sein kann, den Wiederaufstieg anzupeilen, so Uhlig.

Der VfL Osnabrück, künftiger Gegner der Bielefelder, hat ebenfalls die nächste Hürde auf dem Weg zur Drittliga-Lizenz genommen. Die Ratsmitglieder stimmten mehrheitlich einem Finanzpaket zu, das den Verein kommende Saison vorerst um mehr als 600.000 Euro entlastet. Um die noch fehlenden 400.000 Euro für die Lizenz einzusammeln, planen die Osnabrücker ein "Crowdfunding", bei dem man die Möglichkeit erhält, dem Verein auf einer Online-Plattform ein "Lizenz-Darlehen" zu geben, das über 18 Monate läuft und mit drei Prozent, im Aufstiegsfall mit fünf Prozent verzinst wird.

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