Bielefelder glauben an den Sieg in Dresden

Der guten Auswärtsleistung in Bochum soll am Sonntag eine weitere folgen, um die Relegation zu erreichen

VON PETER BURKAMP
Bielefelder glauben an den Sieg in Dresden - © Arminia
Bielefelder glauben an den Sieg in Dresden | © Arminia

Bielefeld. Das Saisonfinale rückt näher, die Spannung steigt. Arminias Trainer Norbert Meier spricht vom "Showdown in Dresden". Beim Showdown im Poker legen die Kontrahenten ihre Karten offen auf den Tisch. Da nützt kein Bluffen mehr, kein Verstecken. Ab 15.30 (Live-Ticker bei nw-news.de) Uhr geht es um den ganz großen Pott.

Markige Sprüche schenken sich die Arminen vor der Fahrt nach Dresden. Allen gemeinsam ist der Glaube an die eigene Stärke. Und der Respekt vor dem Gegner. "Ich bin von der Mannschaft überzeugt", sagt Samir Arabi. Sie habe zuletzt eine gute Auswärtsleistung gezeigt und sei auch in Dresden dazu in der Lage, meint Arminias sportlicher Leiter. Wichtig ist für Norbert Meier, "dass wir an den Sieg glauben".

Nach 90 Minuten plus x wird eine Mannschaft jubeln, die andere trauern. Dass den Gastgebern ein Unentschieden reicht, um in die zwei Relegationsspiele gegen Darmstadt 98 einzuziehen, Arminia aber gewinnen muss, ficht Meier nicht an. Eine ähnliche Situation hätten die Arminen in Bochum auch schon erlebt. "Beim VfL ist die Mannschaft sehr gut damit umgegangen, und ich weiß nicht, ob Dresden befreiter aufspielt, weil sie nur einen Punkt brauchen. Die stehen zu Hause auch gehörig unter Druck", sagt der DSC-Trainer. Meier hat eigene, schlechte Erfahrungen mit einer Ausgangsposition, in der ein Remis reicht. "In Stuttgart brauchten wir 1986 mit Bremen einen Punkt, um Meister zu werden. So haben wir auch gespielt und am Ende 1:2 verloren." Die Bayern wurden Meister, Bremen nur Zweiter.

Siegen müssen heißt für Meier und seine Schützlinge nicht zwangsläufig, "dass wir den Gegner überrennen". Es sei wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren und diszipliniert zu spielen, um je nach Ergebnis im Laufe des Spiels reagieren zu können. Ob es personelle Veränderungen in der Startelf geben wird, ließ Meier wie gewohnt offen: "In solch einer Situation musst du als Trainer die einsetzen, die das Bestmögliche erzielen können."

Starke Nerven könnten ein Auswahlkriterium sein, müssen sie aber nicht. Meier, der selbst ein Jahr in Dresden gearbeitet hat, mag die Kulisse im "glücksgas-stadion" nicht überbewerten. "Natürlich ist die Stimmung dort sehr euphorisch, aber so ist das auch in Düsseldorf und Bielefeld. Die Fans werden versuchen, ihre Mannschaft anzufeuern", sagt Meier. Er weist aber auch darauf hin, dass schnell Pfiffe kommen können, wenn es nicht so läuft: "Das hat man in Bochum gesehen." Letztlich sollten sich alle auf das Spiel freuen und es als Herausforderung annehmen. Beim Thema Sicherheit vor dem Spiel und im Stadion vertrauen die Bielefelder auf den DFB, der den DSC begleitet. Die Arminen haben wie üblich den Mannschaftsbus genommen, so Arabi. "Vor dem Spiel wird sicher nichts passieren", glaubt er. Was nach dem Abpfiff im und rund um das Stadion geschehen könnte, hängt davon ab, wer beim Showdown die besseren Karten zeigt.

Arminias Patrick Schönfeld im Duell mit den Dresdnern Romain Brégerie (l.) und Adam Susac. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

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