Als die Arminia-Welt noch in Ordnung war

Aues Trainer Götz spricht von einem "sehr gefährlichen Gegner"

VON JÖRG FRITZ
Als Arminias Welt

noch in Ordnung war - © Arminia
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noch in Ordnung war | © Arminia

Bielefeld. An einem Freitag, dem 13. September 2013, herrschte beim Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld nach dem 2:0-Auswärtssieg am 7. Spieltag in Aue (Tore von Müller und Riese) für einige wenige Tage eine Stimmungslage, die zwischen großer Zufriedenheit und ein wenig Euphorie lag. Der Nobody aus Ostwestfalen kletterte in der Tabelle auf Relegationsrang drei, was zweifelsfrei als große Sensation zu werten war.

Knapp sechs Monate später hat sich die Situation dramatisch verändert. Vor dem Rückspiel am Samstag um 13 Uhr in der Schüco-Arena befindet sich Arminia mit 22 Punkten als Tabellen-17. in höchster Abstiegsgefahr. Aue belegt mit 29 Punkten Rang 13. "Unser Weg zum Klassenerhalt ist noch lange nicht zu Ende", sagt Aues Trainer Falko Götz, dessen Mannschaft 2014 noch ungeschlagen ist.

Die Profis aus dem Erzgebirge erkämpften zwei Siege und zwei Unentschieden, während Arminia in diesem Zeitraum mit drei Niederlagen und einem Unentschieden gravierende Gründe für das Absacken in der Tabelle lieferte.

Nach dem Sieg im September 2013 in Aue feierten die Arminia-Kicker mit den Fans. - © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE
Nach dem Sieg im September 2013 in Aue feierten die Arminia-Kicker mit den Fans. | © FOTO: CHRISTIAN WEISCHE

Die Stärke der Auer bekam am vergangenen Wochenende auch der Aufstiegskandidat Nummer eins, der 1. FC Köln zu spüren, der erst nach einem Kraftakt in der Schlussphase einen 0:2-Rückstand mit viel Glück zu einem schmeichelhaften 2:2 umwandelte.

Mit zwei Stürmern gegen Bielefeld

"Wir haben zwei Punkte liegen gelassen", sagte der 51 Jahre alte Götz, der 2011 nach Arminias Zweitligaabstieg einige kurze Gespräche über einen Trainerjob in Bielefeld geführt hatte, letztlich aber keine Einigung erzielt werden konnte. Spielerisch, so Götz, habe seine Mannschaft eine "überragende Vorstellung" gezeigt. Glanzstück der Auer Mannschaft ist zweifelsfrei der Angriff. Jakub Sylvestr erzielte gegen die Geißböcke sein zehntes Saisontor. Winter-Neuzugang Frank Löning, der aus Sandhausen zu den Veilchen gewechselt war, hat in vier Spielen für seinen neuen Klub bereits drei Treffer auf seinem Konto. Falko Götz: "Bei zwei derartig starken Offensivspielern ist es nur logisch, dass wir auch mit zwei Stürmern in Bielefeld auflaufen."

Die Partie am Samstag in der Schüco-Arena beschreibt Götz nach dem Trainerwechsel in Bielefeld als "sehr gefährlich für uns. Es wird eine aggressive Stimmung herrschen. Die Gastgeber werden alles daransetzen, zu gewinnen, um Aue in der Tabelle nach unten zu reißen."

Götz ist fest davon überzeugt, dass "wir uns diesem Druck erfolgreich stellen werden." Sein vorrangiges Ziel in dieser Serie sind 40 Punkte für den Klassenerhalt. "Wir spielen auf diese Marke hin. Alles andere ist unwichtig." Elf Punkte aus elf Spielen muss der FC Erzgebirge somit noch holen, was nach der aktuellen Verfassung der Mannschaft durchaus realistisch ist.

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