0

Ex-Armine Hain: "Meine schönste Zeit"

Früherer Torwart kehrt mit St. Pauli nach Bielefeld zurück / Ab Donnerstag in Marienfeld

06.02.2014 | Stand 06.02.2014, 10:58 Uhr
"Bielefeld war 

meine schönste Zeit" - © Arminia
"Bielefeld war
meine schönste Zeit" | © Arminia

Bielefeld. Vor dem Auswärtsspiel des FC St. Pauli am Sonntag, Anstoß 13.30 Uhr, in der Schüco-Arena ist Mathias Hain ein gefragter Mann. Liegt ja auch nahe. Der Torwart-Trainer der Paulianer kennt sich aus im Bielefelder Fußball. Und dass er kein beliebiger Ex-Armine ist, begreifen seine Gesprächspartner an der Alster schnell. "Bielefeld war die schönste Zeit meiner Karriere", sagt Hain im Hamburger Abendblatt.

Acht Jahre lang hat "Matze" im wahren Wortsinn seine Knochen für den DSC hingehalten. Suchte man das personifizierte Gegenteil von Legionär - Hain wäre das passende. Ohne den Ruf aus Bielefeld, der ihn im Jahr 2000 in Fürth erreichte, wäre er wohl nie Bundesligaprofi geworden, meint er rückblickend. Hain (42) bedankte sich für diese Chance mit Leistung. "Wir haben den Klassenerhalt wie eine Meisterschaft gefeiert und die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte geprägt. Das vergisst man nicht", sagt er. Doch nicht allein wegen der 156 Erstligaspiele für den DSC und den Mitgliedsbeitrag, den er weiter zahlt, fühlt er sich mit Bielefeld noch immer eng verbunden. "Da sind viele Freundschaften entstanden, die bis heute halten", erzählt er sechs Jahre nach seinem offiziellen Abschied.

Schöne Erinnerung: Mit Arminia hatte Mathias Hain viel Grund zur Freude. - © FOTO: DPA
Schöne Erinnerung: Mit Arminia hatte Mathias Hain viel Grund zur Freude. | © FOTO: DPA

So oft wie in diesen Wochen war Hain als Paulianer noch nie in Bielefeld. Silvester feierte er am Teuto, beim Hallenturnier Mitte Januar war er dabei, und ab heute logiert er zusammen mit dem FC St. Pauli in der Marienfelder "Klosterpforte". Wegen schlechter Bodenverhältnisse daheim bereiten sich die Hamburger in Ostwestfalen auf den Ligabeginn vor. Alles für den Erfolg der Mannschaft. So lautete Hains Devise als Spieler, und sie gilt auch als Trainer für ihn. "Die Arbeit macht mir unheimlich viel Spaß. Dass auch die Jugendtorwarte klasse sind, empfinde ich als Bestätigung."

Mathias Hain ist bescheiden, er kann aber auch energisch werden, wenn es um die Interessen seiner Mannschaft geht. Das hat er zu seiner Bielefelder Zeit mehrfach bewiesen. Über Titel wie "Hain kennt das Rezept für einen Sieg auf der Alm" im Abendblatt schmunzelt er jedoch nur. So weit würde er sich nicht aus dem Fenster lehnen. "Ich weiß aber, was wir auf keinen Fall tun werden", sagt er: "Diese Arminia unterschätzen und nach ihrem Tabellenplatz beurteilen." Hain sieht durchaus Parallelen zwischen der aktuellen Arminia und der zu seiner Zeit. "Die mannschaftliche Geschlossenheit ist herausragend. Das war bei uns ähnlich. Während das Damoklesschwert des finanziellen Ruins über ihnen schwebte, haben sie im Sommer die Rückkehr in die 2. Liga geschafft. Das trägt", meint Hain.

Wie weit, wird sich am Sonntag zeigen. Die Statistik spricht zumindest gegen Hain. Drei mal - als Aktiver und als Trainer - traf er bereits auf den DSC und verlor jeweils 0:1.

Jetzt weiterlesen?

Webabo abschließen und 1. Monat gratis lesen

9,90€/Monat
  • Alle Artikel frei
  • Flexibel monatlich kündbar

Jahresabo abschließen und dauerhaft sparen

99€/Jahr
  • Alle Artikel frei
  • 19,80€ im Jahresabo sparen

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group