Der Mann des Spiels: Paderborns Darnell Foreman (r.) war in der ersten Heimpartie für seine neue Mannschaft auch von Triers Stefan Ilzhöfer nie zu stoppen. - © Ulrich Petzold
Der Mann des Spiels: Paderborns Darnell Foreman (r.) war in der ersten Heimpartie für seine neue Mannschaft auch von Triers Stefan Ilzhöfer nie zu stoppen. | © Ulrich Petzold

Paderborn Foreman führt die Uni Baskets Paderborn zum Sieg

Der Neuzugang hat am 93:90 über Trier wichtigen Anteil. Die Hausherren sind auch als Team stark und legen im richtigen Moment einen Zahn zu

Paderborn. Im Dezember steigt die Jubiläumsfeier "50 Jahre Basketball in Paderborn". Dann werden sicher Erinnerungen an viele denkwürdige Partien wach. Möglicherweise wird ein Gast auch ein Spiel vom 9. Februar 2019 ansprechen. Denn an diesem Samstagabend gelang den Uni Baskets ein Kunststück, das im Sportzentrum Maspernplatz bislang nur höchst selten zu erleben war. Das Paderborner Zweitligateam erzielte in den letzten 49 Sekunden der Begegnung gegen die Gladiators Trier sieben Punkte in Folge und drehte so einen 86:90-Rückstand in einen 93:90-Sieg. "Wir hatten auch ein Quäntchen Glück. Aber nachdem wir in dieser Saison bereits einige Spiel knapp verloren hatten, war dies die ausgleichende Gerechtigkeit", sagte Paderborns Trainer Uli Naechster nach einer Schlussphase, die die mehr als 1.400 Fans komplett von den Sitzen gerissen hatte. Denn nachdem Triers Stefan Ilzhöfer nach 39 Minuten und 11 Sekunden sein Team mit vier Punkten Differenz in Führung gebracht hatte, nahmen die Baskets ihr Herz in beide Hände. Nach einem rüden Foul an Martin Seiferth verwandelte der Center zwei Freiwürfe zum 88:90. Jermaine Bucknor vergab im Gegenzug und hinderte Seiferth anschließend regelwidrig am Korbleger. Paderborns Center traf den ersten Freiwurf. Den Rebound nach dem zweiten vergebenen Schuss aber schnappte sich Darnell Foreman, der mit einem schweren Wurf zur Paderborner 91:90-Führung traf. Die neue Start-Fünf mit Foreman, Seiferth, Kahl, Wood und Klinewski funktioniert Trier hatte sechs Sekunden für einen letzten Angriff, den Bucknor mit einem durch die gute Baskets-Defense provozierten Schrittfehler früh beendete. Darnell mit zwei weiteren Freiwürfen nach einem taktischen Foul und Luca Kahl mit einem Steal nach dem letzten Trierer Einwurf machten den Deckel drauf. So endete eine Partie, die die kämpferisch überzeugenden Hausherren in der ersten Halbzeit lange unter Kontrolle gehabt hatten. Die neue Start-Fünf mit Foreman, Seiferth, Kahl, Connor Wood und Matt Klinewski funktionierte. Trier lag in den ersten 20 Minuten stets zurück. Nach der Pause aber entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Bis zur Schluss-Sirene wechselte die Führung zwölfmal. Siebenmal wurde ein Unentschieden notiert. Eine andere Zahl aber machte den Unterschied zwischen beiden Teams aus. "Die Paderborner holen 18 Offensivrebounds. Mehr werde ich zu diesem Spiel nicht sagen", war Triers Trainer Christian Held in der Pressekonferenz kurz angebunden. Und wusste nur zu genau, dass der von Foreman gefangene Abpraller nach dem vierten Seiferth-Freiwurf die Partie entschieden hatte. Und im Dezember Gesprächsstoff liefern wird.

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