Unwiderstehlich: Paderborns Brettspieler Martin Seiferth ist in Korbnähe angespielt worden und vollendet per Dunking. Baunachs Este Henri Drell ist sichtlich beeindruckt. - © Ulrich Petzold
Unwiderstehlich: Paderborns Brettspieler Martin Seiferth ist in Korbnähe angespielt worden und vollendet per Dunking. Baunachs Este Henri Drell ist sichtlich beeindruckt. | © Ulrich Petzold

Paderborn Die Uni Baskets Paderborn lassen es krachen

Martin Seiferth ist am 91:70-Erfolg über Baunach entscheidend beteiligt. Die Paderborner führen bereits zur Pause mit 44:30 und beenden eine Negativserie

Jochem Schulze
07.01.2019 | Stand 06.01.2019, 20:12 Uhr

Paderborn. In den letzten Wochen des Jahres 2018 hatten die Uni Baskets Paderborn in der 2. Basketball-Bundesliga vier Heimspiele in Folge verloren. So lag am Samstagabend, vor der ersten Partie des neuen Jahres im Sportzentrum Maspernplatz, etwas Ungewissheit in der Luft. Die verflog bald. Denn die Hausherren führten gegen die Baunach Young Pikes bereits beim Seitenwechsel mit 44:30 und fuhren letztlich einen ungefährdeten 91:70-Erfolg ein. Martin Seiferth war der beste Mann auf dem Parkett. "Ich bin immer wieder perfekt in Szene gesetzt worden. Der Dank geht an meine Mitspieler", sagte der Baskets-Center, der zumeist in unmittelbarer Korbnähe acht von zehn Zweierversuchen verwandelte und mehrfach spektakulär "stopfte". Weil auch Matt Klinewski (6/6 Zweier) und Kapitän Ivan Buntic (3/4 Zweier) ihre körperliche Überlegenheit am gegnerischen Brett konsequent nutzten, gewannen die Paderborner alle Viertel. Dass die ersten zehn Minuten lediglich mit 20:18 an die Gastgeber gingen, war allein dem Umstand geschuldet, dass erst nach 13 Minuten der erste Dreier fiel. Mit diesem Distanzwurf glich Luca Kahl zum 25:25 aus, legte noch einen Dreier zum 28:25 nach und leitete so die frühe Entscheidung ein. "Wir haben dann richtig gut verteidigt und die Rebounds geholt", sagte Seiferth über die sieben Minuten vor der Pause, die mit 22:5 an seine Mannschaft gegangen waren. Nach dem Seitenwechsel zogen die nun wie befreit aufspielenden Paderborner auf 59:38 (26.) davon, ehe Baunachs Coach Felix Czerny sein Team mit einem erzwungenen technischen Foul und der Umstellung auf eine Ganzfeldpresse nochmals aufweckte. So kamen die tapfer kämpfenden und durchweg jungen Franken nochmals bis auf 67:80 (37.) heran, fielen anschließend aber auseinander. "Ich bin sehr unzufrieden. Wir haben auch angesichts der Relevanz dieser Partie nichts auf das Parkett gebracht", sagte Czerny nach Spielschluss und sprach damit sicher auch den Umstand an, dass sein Team nach dem 89:85-Hinspielerfolg auch den direkten Vergleich gegen die Baskets verloren hatte. "Wir waren konzentriert und haben das insgesamt gut gelöst", resümierte Paderborns Trainer Uli Naechster. Der schickte in der Schlussminute auch noch Hasan Demirbas auf das Feld. Der 18 Jahre alte Guard aus dem Baskets-Nachwuchsprogramm erlebte so im zweiten Rückrundenspiel seine Zweitligapremiere. Und wurde von den 1.434 Zuschauern im Sportzentrum ebenso gefeiert wie alle anderen Teamkameraden.

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