Hendrik Rödl - © Foto: Daniel Reinhardt
Bundestrainer Hendrik Rödl sieht die Niderlage gegen die Türkei nicht so dramatisch. | © Foto: Daniel Reinhardt

Supercup in Hamburg Erste Niederlage für Rödl kein Problem: «Daraus lernen»

Hamburg - Von seiner ersten Niederlage als Bundestrainer ließ sich Henrik Rödl nicht die Laune verderben.

«Ich bin immer noch ungeschlagen in Pflichtspielen, das möchte ich gerne auch noch mindestens zehn Tage bleiben», sagte der 49-Jährige nach dem 79:100 (41:51) der deutschen Basketballer beim Supercup in Hamburg gegen die Türkei. Zuvor hatte der Ex-Profi alle sechs Spiele seit seinem Amtsantritt vor fast genau einem Jahr in der WM-Qualifikation gewonnen. Diese Serie soll in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

Der Supercup, bei dem die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes nun am Samstag (17.30 Uhr) im Spiel um Platz drei auf Italien trifft, mit seinen beiden Testländerspielen dient der Vorbereitung der richtungswiesenden Begegnungen am 13. September in Estland und drei Tage später in Leipzig gegen Israel. Mit weiteren Siegen kann die Mannschaft einen großen Schritt in Richtung WM 2019 in China machen. «Diese zwei Spiele sind natürlich viel, viel wichtiger», sagte Rödl.

NBA-Profi Dennis Schröder überragte mit 32 Punkten und 14 Assists. Der 24-Jährige von den Oklahoma City Thunder war nicht zu stoppen und erhielt von Rödl ein Sonderlob: «Dennis hat überragend gespielt. Er war der Anführer in allen Situation.» Der 24-Jährige selbst vermisste am Ende genau wie Rödl eine gute Teamleistung in der Verteidigung und Aggressivität in der Offensive. «Es hat heute leider nicht geklappt», sagte Schröder, resümierte aber: «Das war schon mal okay.»

Die Niederlage fiel am Ende zu hoch aus, weil die Türken mit ihren vier NBA-erfahrenen Spielern fast schon beängstigend sicher trafen. «Keiner will verlieren, deswegen ist man erstmal nicht so gut gelaunt. Aber wir sind nicht soweit davon entfernt, dieser Mannschaft Paroli zu bieten», sagte Rödl. In der Pleite sah er jedoch auch etwas Positives: «Jetzt haben wir mit 20 verloren und werden uns das ganze ein bisschen genauer anschauen können. Wir können daraus lernen.»

Einmal mehr wurde allerdings deutlich, wie abhängig die Mannschaft von Schröder ist. Ohne die Übersicht und die vielen Punkte des agilen Braunschweigers hätte die DBB-Auswahl die Begegnung nicht bis zum Anfang des Schlussviertels offenhalten können. Um sich mit einem Sieg aus Hamburg zu verabschieden, sei gegen Italien nun vor allem eine Steigerung in der Defensive notwendig, so Rödl: «79 Punkte von uns sind okay, aber 100 Punkte gegen uns - das gefällt uns nicht.»

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