Die Jugendlichen aus den Jahrgängen 8 und 9 der Mastbruchschule zeigen, welche Betriebe für sie beim Handwerks-, Industrie- und Handelstag ihre Werkstore geöffnetund ihnen spannende Einblicke in Berufe gegeben haben. - © FOTO: MASTBRUCHSCHULE
Die Jugendlichen aus den Jahrgängen 8 und 9 der Mastbruchschule zeigen, welche Betriebe für sie beim Handwerks-, Industrie- und Handelstag ihre Werkstore geöffnetund ihnen spannende Einblicke in Berufe gegeben haben. | © FOTO: MASTBRUCHSCHULE

"Endlich mal was fürs Leben"

Mastbruchschüler nutzen Handwerks-, Industrie- und Handelstag

VON DER KL. 8A1, MASTBRUCHSCHULE
15.12.2012 | Stand 20.12.2012, 13:10 Uhr

Welche Betriebe gibt es? Was produzieren sie? Bilden sie aus? Was verdient man? Was braucht ein Bewerber, um einen Ausbildungsplatz zu bekommen? Diese Fragen - und einige mehr - wurden den rund 200 Schülern der Jahrgänge 8 und 9 der Mastbruchschule beim Handwerks-, Industrie- und Handelstag geduldig in Betrieben beantwortet.
"Insgesamt 18 Unternehmen öffneten ihre Türen und Werkstore, führten durch ihren Betrieb, stellten ihre Berufsfelder vor und kamen mit ihren vielleicht zukünftigen Praktikanten und Auszubildenden ins Gespräch", freut sich die Berufswahlkoordinatorin der Mastbruchschule, Annerose Gierlichs-Berg. "Wir können jedes Jahr auf Betriebe zurückgreifen, die schon jahrelang dabei sind, treffen aber auch auf neugierige Partner, die gern zum ersten Mal mitmachen. Dafür sind wir sehr dankbar, denn die Betriebe kostet es viel Zeit."
Für die Schüler der Mastbruchschule, die als zertifizierte Siegel-Schule der Peter-Gläsel-Stiftung stolz auf vielfältige Angebote der Berufswahlorientierung ist, ist dieser Tag ein Baustein auf ihrem Weg in die Berufswelt. Und er baut Hemmungen ab, Betriebe aufzusuchen und die Chefs und Mitarbeiter hautnah zu erleben.
Die Schüler können an diesem Vormittag jeweils zwei Betriebe aus dem Angebot für ihren Jahrgang auswählen, diese zu festgelegten Zeiten aufsuchen, dort das gestaltete Programm durchlaufen, Fragen stellen und ihre Ergebnisse im Anschluss an den Tag im Unterricht der Berufswahlorientierung mit anderen Schülern austauschen.
"Eine coole Sache", meint Sead aus der 9 A3. "Ich hatte mir diesen Betrieb und was die machen ganz anders vorgestellt. Jetzt will ich hier mein zweites Praktikum machen!" Auch Daniel aus der 8 A1, der eigentlich Zweiradmechaniker werden will, fühlt sich in der Schlosserei und der Tischlerei sehr wohl. "Fürs nächste Jahr weiß ich schon, wo ich mich bewerben kann", freut er sich.
Bereits in der Vorbereitungszeit herrschte große Aufregung unter den Schülern, denn die Fahrt zu den Betrieben mit Fahrrad oder Bus ist selbst zu organisieren. "Häufig schon eine echte Herausforderung", lacht Annerose Gierlichs-Berg, ist sich aber sicher, "dass nur solche Aktionen den Schülern zur Selbstständigkeit verhelfen."
Die Schüler werden in den Betrieben von Lehrern empfangen und begleitet, "damit keiner verloren geht." Das sei nicht immer leicht zu koordinieren, der normale Schulalltag solle ja auch weiter gehen.
Schüler und Lehrer der Mastbruchschule in Schloß Neuhaus sind sich jedoch in ihrem Fazit einig. "Eine runde Sache." "Das könnten wir viel öfter machen", resümiert auch Kornel aus der Klasse 8 A1. "Endlich mal was fürs spätere Leben!"

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