0
Ein Mann wurde von einem Bonner Gericht der Vergewaltigung schuldig gesprochen. - © Pixabay
Ein Mann wurde von einem Bonner Gericht der Vergewaltigung schuldig gesprochen. | © Pixabay

Der Täter schweigt Sicherungsverwahrung für Serienvergewaltiger aus NRW angeordnet

Der laut Gericht "gefährliche Hangtäter" muss zunächst zehn Jahre ins Gefängnis. Sein Opfer, eine 25-jährige Studentin aus Bonn, leidet extrem unter der Vergewaltigung. Der Täter ging gezielt und skrupellos vor.

28.11.2022 | Stand 28.11.2022, 19:53 Uhr

Bonn (dpa). Nach der mehrfachen Vergewaltigung einer Studentin in Bonn hat das dortige Landgericht für den vorbestraften Vergewaltiger Sicherungsverwahrung angeordnet. Zudem wurde der 36-Jährige aus Morsbach (Oberbergischer Kreis) wegen der Vergewaltigungen zu zehn Jahren Haft verurteilt. Bei dem Mann handele es sich um einen gefährlichen Hangtäter. Das Rückfallrisiko sei hoch, hieß es bei der Urteilsbegründung am Montag.

Der Mann sei am Abend des 14. März 2022 nach Bonn gefahren und habe gegen 23 Uhr in der Altstadt bei einer Wohngemeinschaft geklingelt. Die 25-jährige Studentin habe geöffnet. An der Wohnungstür habe der Mann ihr sofort den Mund zugehalten und sie in die Wohnung gedrängt.

Dann habe er sich mit der jungen Frau in deren WG-Zimmer eingeschlossen, sie gefesselt, geknebelt und in den folgenden Stunden drei Mal vergewaltigt. Die Studentin musste - wegen der gravierenden psychischen Folgen - zwei Monate in einer Psychiatrie behandelt werden. In die Tatwohnung ist sie nie mehr zurückgekehrt.

Angeklagter kann sich nicht erinnern

Der Angeklagte hatte im Prozess geschwiegen, an das Geschehen habe er keinerlei Erinnerung, ließ er seinen Verteidiger mitteilen. Im Letzten Wort hatte er sich bei dem Opfer dafür entschuldigt, falls er tatsächlich „so was gemacht haben sollte“. Insgesamt hat der Angeklagte - so hieß es im Urteil - bereits drei schwere Verbrechen zulasten von Frauen begangen.

Mehr zum Thema

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.