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NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. - © ROBERTO PFEIL
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. | © ROBERTO PFEIL

Folgen des Ukraine-Kriegs Bereits 18.000 Kinder aus der Ukraine an NRW-Schulen

Auch erste Lehrkräfte aus dem Land unterrichten mittlerweile an den Einrichtungen. Schulministerin Gebauer verspricht: Am Geld wird es nicht scheitern.

Ingo Kalischek
11.05.2022 | Stand 11.05.2022, 14:09 Uhr

Düsseldorf. Die Zahl ukrainischer Schülerinnen und Schüler in NRW steigt. Hatten sich Ende April bereits 14.700 Kinder und Jugendliche aus der Ukraine an den Schulen im Land eingefunden, so sind es mittlerweile 18.200 (Stichtag: 4. Mai). Ein Teil von ihnen wird inzwischen auch von ukrainischen Lehrkräften unterrichtet. Das Land hat bislang 61 ukrainische Lehrerinnen und Lehrer eingestellt beziehungsweise Verfahren auf den Weg gebracht, die kurz vor dem Abschluss stehen.

Weitere 185 ukrainische Lehrkräfte hätten bereits ihr Interesse an einer Einstellung bekundet, so NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Fast die Hälfte der geflüchteten Jungen und Mädchen wird an Grundschulen unterrichtet. Sobald sie einen Aufenthaltstitel bekommen, besteht für sie die Schulpflicht. Nach der Zuweisung in eine Kommune wird den ukrainischen Kindern vor Ort ein Schulplatz zugewiesen.

Gebauer hält es für sinnvoll, dass die Neuankömmlinge zunächst in Willkommensklassen zunächst intensiv beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt werden. Langfristig sollten sie aber so schnell wie möglich in den Regelunterricht integriert werden.

"Es wird nicht am Geld scheitern"

Dafür braucht das personell ohnehin arg gebeutelte Schulsystem zusätzliches Personal. Gebauer freut sich, dass bereits 1.200 Lehramtsanwärter die Schulen unterstützen, indem sie freiwillig die Zahl ihrer Unterrichtsstunden erhöht haben. „Eines ist sicher: Die Einstellung zusätzlichen Personals wird nicht am Geld scheitern. Im Gegenteil: Bewerberinnen und Bewerbern, die unsere Schulen für geeignet halten, werden unverzüglich eingestellt“, verspricht die Ministerin.

Auf die zusätzlichen Stellen, vor allem für befristete Beschäftigungen, können sich auch andere Personen bewerben, zum Beispiel Hochschulabsolventen, Pensionäre, Studierende oder Menschen mit abgeschlossener und für den Schuldienst geeigneter Berufsausbildung.

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