Bisher hat die Stiko nur für bestimmte Gruppen eine Empfehlung für die vierte Impfung ausgesprochen. - © picture alliance / empics
Bisher hat die Stiko nur für bestimmte Gruppen eine Empfehlung für die vierte Impfung ausgesprochen. | © picture alliance / empics

NW Plus Logo Corona-Pandemie Jetzt die vierte Impfung oder auf Omikron-Impfstoff warten?

Karl Lauterbach wirbt für eine zweite Booster-Impfung. Doch die speziellen Impfstoffe gegen die Omikron-Varianten sind noch in der Entwicklung.

Benedikt Riemer

Bielefeld. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist aufgrund der inzwischen dominierenden Omikron-Variante auch in NRW weiter hoch. In Deutschland können viele Menschen bereits jetzt ihre vierte Impfung erhalten. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat dazu schon im Februar eine entsprechende Empfehlung vorgelegt, auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt für die vierte Impfung.

Für den zweiten Booster werden die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna empfohlen. Spezielle Impfstoffe gegen die Omikron-Varianten befinden sich derzeit noch in der Entwicklung. Sollten Risikopatienten auf das neue Vakzin warten oder ist es sinnvoll, den vorhandenen Impfstoff auch für die zweite Auffrischung zu verwenden?

"Man sollte auf keinen Fall auf den Omikron-Impfstoff warten", sagt Jens Grothues und vertritt eine klare Meinung. Der dritte Vorsitzende des Hausärzteverbandes Westfalen-Lippe und niedergelassene Hausarzt aus Beverungen erwartet den angepassten Impfstoff "nicht vor dem Sommer". Gerade für Risikopatienten sei es bei den derzeit steigenden Infektionszahlen wichtig, die vierte Impfung schnellstmöglich zu erhalten.

Ähnlich sieht es Ulrich Polenz, niedergelassener Allgemeinmediziner und Leiter der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) in Paderborn. "Es ist sinnvoll, den Impfstoff zu nehmen, der jetzt verfügbar ist."

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