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Die Liste von Störfällen im Atomkraftwerk Tihange ist lang – trotzdem soll es länger am Netz bleiben. - © dpa
Die Liste von Störfällen im Atomkraftwerk Tihange ist lang – trotzdem soll es länger am Netz bleiben. | © dpa

Belgische Atomkraftwerke Tihange und Doel – die Schrottmeiler von nebenan

Belgien setzt länger als geplant auf Atomstrom aus störanfälligen Kraftwerken. So will die NRW-Landesregierung nun ihren Einfluss geltend machen.

Florian Pfitzner
23.03.2022 | Stand 23.03.2022, 09:57 Uhr

Düsseldorf. Möglicherweise hat er eher an die eigene Profilierung geglaubt als an den Einfluss eines deutschen Ministerpräsidenten. Als Armin Laschet (CDU), zu jener Zeit NRW-Regierungschef, im Frühjahr 2018 nach Brüssel fuhr, um eine frühere Abschaltung störanfälliger Atomkraftwerke zu fordern, wollte Belgiens damaliger Premier Charles Michel sich nicht einmal mit ihm vor den Fotografen zeigen. Laschets kleine Delegationsreise geriet zur Farce. Nun wird sie wieder aktuell, weil Belgien wegen des Ukrainekrieges länger als geplant an der Kernenergie festhält.

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