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Steht seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne in der Kritik: Gerhard Schröder (SPD), ehemaliger Bundeskanzler. - © Kay Nietfeld
Steht seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne in der Kritik: Gerhard Schröder (SPD), ehemaliger Bundeskanzler. | © Kay Nietfeld

Altkanzler unter Druck Vier SPD-Verbände beantragen Parteiausschluss von Gerhard Schröder

Schröder und die Schiedskommission des SPD-Bezirks Hannover können sich jetzt auf eine mündliche Verhandlung oder ein schriftliches Verfahren einigen.

17.03.2022 | Stand 17.03.2022, 14:28 Uhr

Hannover. Vier SPD-Verbände haben ein Verfahren zum Parteiausschluss von Altkanzler Gerhard Schröder beantragt. Dabei handele es sich um Anträge der Sozialdemokraten in Heidelberg, im Rhein-Pfalz-Kreis, in Leipzig Ost/Nordost sowie in Essen-Frohnhausen/Altendorf, sagte der Geschäftsführer des zuständigen SPD-Bezirks Hannover, Christoph Matterne, am Donnerstag.

Einige weitere Anträge seien aus formalen Gründen nicht gültig gewesen, sagte Matterne. Zuerst hatte die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ über den Vorgang berichtet.

Schröder steht seit Jahren wegen seines Engagements für russische Staatskonzerne in der Kritik - vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine nimmt der Druck auf ihn immer weiter zu. Bereits Anfang März hatten die SPD-Spitze und auch Bundeskanzler Olaf Scholz den früheren Regierungschef dazu aufgefordert, seine Posten bei russischen Staatsunternehmen niederzulegen. Auch ein Verlust seiner Ehrenbürgerwürde in Hannover steht im Raum.

Dem Zeitungsbericht zufolge können sich Schröder und die Schiedskommission des SPD-Bezirks Hannover jetzt auf eine mündliche Verhandlung oder ein schriftliches Verfahren einigen. „Schröder kann sich jetzt äußern“, sagte der Vorsitzende der Kommission, Heiger Scholz, der auch den Corona-Krisenstab Niedersachsens leitet. Ob und wie Schröder das tut, müsse man abwarten. Ebenfalls zur Schiedskommission, die in der Sache zur Verschwiegenheit verpflichtet ist, zählt Niedersachsens Europaministerin Birgit Honé. (dpa)

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