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Demonstranten halten Schilder mit den Farben der ukrainischen Flagge in die Luft. | © Fabian Strauch/dpa

Schüler demonstrieren in NRW gegen den Krieg: «Stop Putin»

03.03.2022 | Stand 04.03.2022, 20:06 Uhr

Einige Tausend überwiegend junge Menschen haben am Donnerstag in mehreren Städten Nordrhein-Westfalens gegen den Krieg in der Ukraine demonstriert. Die Klimabewegung Fridays for Future (FFF) hatte weltweit zu Protesten aufgerufen. In Wesel gingen nach Angaben der Polizei rund 2000 Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zu zeigen. Auf Plakaten hieß es dort unter anderem «Stop Putin» oder «Krieg ist keine Lösung».

In Köln waren es nach Polizei-Angaben ebenfalls rund 2000. Alles sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. In einem Tweet hatten die ukrainischen Aktivisten von Fridays for Future dazu aufgerufen, aufgrund der Dringlichkeit der Lage bereits am Donnerstag statt wie sonst an einem Freitag auf die Straßen zu gehen.

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sagte, die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an einer Demonstration gegen den Krieg in der Ukraine sei unter bestimmten Bedingungen auch während der Unterrichtszeit möglich. Die Schulpflicht werde auch erfüllt, «wenn Schulen im Rahmen unterrichtlicher Planungen Unterricht an außerschulische Lernorte verlegen», sagte Gebauer der Deutschen Presse-Agentur. «Das kann dann auch altersangemessen die einmalige Teilnahme an einer Solidaritätsdemonstration für die Ukraine sein.» Schülerinnen und Schüler müssten aber von Fachlehrkräften begleitet und betreut werden, und die Schulleitung müsse ihr Einverständnis erteilt haben.

Ansonsten müssen die Demonstrationen für Schüler außerhalb der Unterrichtszeit stattfinden, erläuterte die Ministerin. Es sei ausdrücklich zu begrüßen, dass Schüler gegen die russische Invasion in die Ukraine protestieren wollten. Demokratie und Völkerrecht seien unumstößliche Grundwerte. «Wenn diese Werte mitten in Europa durch einseitige Aggression und durch einen Angriffskrieg in Gefahr geraten, ist es gut zu wissen, dass die junge Generation dagegen auf die Straße geht und demonstriert.»

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