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Bei dem Verfahren wegen Körperverletzung sollten mit einer gerichtlichen Anordnung die Daten aus der Web-App „Recover“ erhoben werden. - © picture alliance / photothek
Bei dem Verfahren wegen Körperverletzung sollten mit einer gerichtlichen Anordnung die Daten aus der Web-App „Recover“ erhoben werden. | © picture alliance / photothek

App „Recover“ Staatsanwaltschaft Bochum wollte Daten aus einer Corona-Kontakt-App

Ein ähnlicher Fall hatte vor kurzem in Mainz in Rheinland-Pfalz für Aufsehen gesorgt. Dort hatte die Polizei auf Daten aus der Luca-App zugegriffen.

14.01.2022 | Stand 14.01.2022, 16:27 Uhr

Bochum. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat in einem Ermittlungsverfahren versucht, auf die Daten einer App für die Corona-Kontaktverfolgung zuzugreifen. Bei dem Verfahren wegen Körperverletzung sollten mit einer gerichtlichen Anordnung die Daten aus der Web-App „Recover“ erhoben werden, wie die Staatsanwaltschaft Bochum am Freitag mitteilte. „Aufgrund technischer Probleme erfolgte indes keine Sicherung und Auswertung der Daten.“

Zuvor hatte der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet. Demnach seien die Ermittler mit einem Durchsuchungsbeschluss beim Kölner Betreiber der App erschienen. Mit den Daten aus der App wollten die Beamten laut Kölner Stadt-Anzeiger einen bisher unbekannten Schläger ausfindig machen, der einen anderen Mann in einem Lokal schwer verletzt haben soll.

Ähnlich wie mit der Luca-App können sich Gäste mit der Anwendung „Recover“ in einem Restaurant registrieren. Die Daten können dann vom Gesundheitsamt für die Corona-Kontaktverfolgung genutzt werden.

Ein ähnlicher Fall hatte vor kurzem in Mainz in Rheinland-Pfalz für Aufsehen gesorgt. Dort hatte die Polizei bei Ermittlungen zu einem Todesfall auf Daten von Besuchern einer Gaststätte aus der Luca-App zugegriffen. Dafür habe keine hinreichende rechtliche Grundlage bestanden, hatte die Staatsanwaltschaft eingeräumt und sich entschuldigt. (dpa)

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