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Einige Teilnehmer und ihre Slogans für die Impfkampagne. - © Antoni
Einige Teilnehmer und ihre Slogans für die Impfkampagne. | © Antoni

#GemeinsamGegenCorona Diese Unternehmen aus OWL ändern ihre Slogans für Impfung gegen Corona

Hunderte Firmen aus ganz Deutschland beteiligen sich an einer großen Impfkampagne. Beteiligte aus der Region erklären, warum Markenstärke die Schutzimpfungen weiter vorantreiben könnte.

Larissa Kirchhoff
07.12.2021 | Stand 07.12.2021, 17:09 Uhr |

Bielefeld. Diese Kampagne ist wohl unausweichlich: Mit den Slogans "Dann geh doch zum Impfen" oder "Have a break, have a pieks" werben der Lebensmittelriese "Netto" und die Schokoriegel-Marke "KitKat" neben etlichen weiteren große Marken seit Dienstag gemeinsam für eine Corona-Schutzimpfung. Auch Firmen aus der Region beteiligen sich an der Aktion. Dass das an mancher Stelle die Impfkampagne vorantreiben könnte, erklärt ein Marketingexperte.

Die Berliner Werbeagentur "antoni" initiierte den kollektiven Impfaufruf, zu dem, nach Angaben der Agentur, innerhalb von drei Tagen über 150 Unternehmen zusagten. "Deutschlands großartigste Unternehmen gehen an das Heiligste ihrer Marke und verändern ihr Logo und ihren Claim. Alle mit einer Botschaft: lasst Euch impfen!", schreibt Sven Dörrenbächer, Partner der Agentur, auf LinkedIn. Überschrift der Aktion ist das auch von der Bundesregierung genutzte #ZusammenGegenCorona. Die Unternehmen sollen unter diesem Hashtag auf ihren Social-Media-Kanälen aber jeweils auch mit ihren eigenen Slogans für die Impfung werben.

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Claas verknüpft Social Media-Kampagne mit Impfaktion vor Ort

Der Landmaschinenkonzern "Claas" mit Sitz in Harsewinkel beteiligte sich ebenfalls an der Aktion. Über Instagram und Facebook teilt das Unternehmen sein Logo mit dem neuen Slogan "Sicher besser impfen". Und dieser solle sich in den nächsten Tagen auch nicht ändern, erklärt Sprecher Wolfram Eberhardt. "Wir werden mit diesem Slogan auch in Zukunft weiter für eine Schutzimpfung werben, wenn die Impfungen nicht Fahrt aufnehmen. Es ist für uns ein wichtiges Statement."

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Parallel zu Kampagne habe der Konzern am Montag (6.12.) eine gemeinsame Impfaktion mit der Impfstelle Gütersloh im Technoparc organisiert. Insgesamt fast 1.000 Personen nutzten das Angebot, das sowohl für die Claas-Mitarbeitenden der umliegenden Standorte als auch allgemein für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet war.

Mit beiden Aktionen versuche der Konzern, die Impfkampagne vor Weihnachten weiter zu "boostern", sagt Eberhardt. "Mit der Impfaktion konnten wir vor allem Menschen in der Region helfen. Mit unserem Slogan versuchen wir, Menschen deutschlandweit zu erreichen. Vielleicht schaffen wir es durch unsere Markenstärke, den ein oder anderen Skeptiker noch zu überzeugen."

Marketing-Experte: Besonders Großunternehmen können helfen

Dass das durchaus funktionieren könnte, weiß Chrisitan Kugelmann, Geschäftsführer der "Werbeagentur21" in Lemgo. "Gute Werbung soll aufrütteln, neugierig machen und darf auch polarisieren. Aus meiner Sicht ist es ein geeignetes Mittel, um auf die Notwendigkeit der solidarischen Bekämpfung der Pandemie aufmerksam zu machen."

Er selbst nehme mit seiner Agentur auch teil. Der Slogan "Full-Impf-Agentur aus dem Lemgoer Bahnhof" soll auf das vollständig geimpfte Agenturteam anspielen und sich klar zu der Schutzimpfung bekennen. Kugelmann ist davon überzeugt, dass besonders das "JA zur Impfung" der vielen namhaften Großunternehmen einiges in der Impfkampagne bewirken könne.

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Auch die Volksbank Bielefeld-Gütersloh nimmt mit dem geänderten Slogan "Wir impfen uns den Weg frei" an der Kampagne teil. "Wir stehen voll hinter der Aktion. Wir möchten unsere Größe und Reichweite für eine neue Welle der Solidarität nutzen. Und die braucht es jetzt dringend, um das Impfen voranzutreiben", sagt Sprecher Dennis Will. Sowohl die Mitarbeiter als auch Partner der Volksbanken würden die Aktion unterstützen und auch in ihren Netzwerken teilen.

Ebenso setzt sich auch der regional ansässige Erotikhandel "EIS" für eine Impfung ein. Mit dem Slogan "Imfpe deine Sinnlichkeit" wollen sie über ihren Instagram-Account an ihre rund 194.000 Abonnenten appellieren.

Der Bielefelder Lebensmittelkonzern Dr. Oekter teilt über seinen Instagram-Account den Slogan "Impfen ist das beste Rezept".

Scholz ist begeistert, andere kritisieren Bild-Zusammenarbeit

Für die Kampagne gab es neben viel Zuspruch in den sozialen Medien auch Lob vom designierten Bundeskanzler Olaf Scholz. Er bezeichnete die Kampagne laut Mitteilung als „ein herausragendes Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und Eigeninitiative".

Weniger Zuspruch bekommt die Unterstützung der Bild-Zeitung, die ein Medienpartner der Aktion ist. Im Netz sorgt diese Tatsache vermehrt für Verwunderung und Kritik, da das Medienhaus sich nicht immer als kooperativer und neutraler Partner im Kampf gegen die Pandemie präsentiert.

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