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Ein Teilnehmer einer antifaschistischen Gruppe "Zusammen Kämpfen" schwenkt vor dem Oberlandesgericht Stuttgart vor Beginn des Prozesses gegen die rechtsterroristische Vereinigung "Gruppe S." eine Fahne mit der Aufschrift "Antifaschistische Aktion". - © dpa
Ein Teilnehmer einer antifaschistischen Gruppe "Zusammen Kämpfen" schwenkt vor dem Oberlandesgericht Stuttgart vor Beginn des Prozesses gegen die rechtsterroristische Vereinigung "Gruppe S." eine Fahne mit der Aufschrift "Antifaschistische Aktion". | © dpa
Parallelwelt aus Waffen und Hass

Prozess gegen mutmaßliche Rechtsterroristen - Mindener vor Gericht

Die im September 2019 gegründete Gruppe wollte durch Anschläge auf Moscheen und Politiker "bürgerkriegsähnliche Zustände" herbeiführen. Der Prozess startet unter hohen Sicherheitsvorkehrungen.

Nico Pointner
13.04.2021 | Stand 13.04.2021, 19:19 Uhr

Stuttgart. Es sind zwölf ganz unterschiedliche Männer, die da auf der Anklagebank sitzen. Einer ist Krankenpfleger, einer Trockenbauer, einer Lagerist, mehrere sind arbeitslos. Der eine ist 61 Jahre alt, der andere gerade mal 32. Der eine kommt aus Minden in Nordrhein-Westfalen, der andere aus München in Bayern. Der eine trägt die Haare schulterlang, der andere trägt Glatze. Aber glaubt man der Bundesanwaltschaft, verbindet alle zwölf Männer eine Gemeinsamkeit: der Hass auf Ausländer, auf Muslime und Juden, auf politisch Andersdenkende. Und der Wunsch nach einer neuen Gesellschaftsordnung, einem anderen Deutschland, das mit Gewalt geschaffen werden muss.

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