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Rettungskräfte sind an der Unglücksstelle eingetroffen - © Polizei Hameln
Rettungskräfte sind an der Unglücksstelle eingetroffen | © Polizei Hameln

Flug-Unfall Hubschrauber der Bundeswehr bei Aerzen abgestürzt

Maschine stammt aus dem Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg

Dirk-Ulrich Brüggemann
01.07.2019 | Stand 01.07.2019, 20:05 Uhr

Aerzen. Ein Hubschrauber der Bundeswehr ist bei Aerzen in Niedersachsen abgestürzt. Verunglückt ist eine Maschine des Typs Eurocopter EC 135. Diesen Hubschraubertyp  hatte die Bundeswehr zu Ausbildungszwecken auch  vom ADAC geleast. Das Verteidigungsministerium hatte 2017 für 21 Millionen Euro 6.500 Flugstunden beim Automobilclub eingekauft. Technische Ausfälle bei den Bundeswehrhelikoptern hatten die Nutzung ziviler Maschinen notwendig gemacht. Die Bundeswehr hat den Absturz eines Schulungshubschraubers in Niedersachsen bestätigt. Die Maschine vom Typ Eurocopter EC 135 sei gegen 14 Uhr bei Dehmkerbrock, rund 30 Kilometer westlich von Hameln, verunglückt, sagte ein Bundeswehrsprecher am Montag. Es seien zwei Menschen an Bord gewesen. Die Maschine gehöre zum Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg. Nach Informationen der Deister-Weser-Zeitung, soll es sich sowohl bei der verstorbenen Pilotin, als auch bei dem verletzen Piloten um erfahrene Flieger gehandelt haben. Sie befanden sich demnach in der Ausbildung zum Fluglehrer. Beim Modell EC 135 handelt es sich um einen leichten, zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber, wie er vor allem für Luftrettung und Überwachungsaufgaben eingesetzt wird. Aerzen liegt in im südlichen Niedersachsen zwischen Rinteln, Hameln und Bad Pyrmont. In Folge des Absturzes habe zunächst ein Getreidefeld gebrannt, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Flammen wurden gelöscht. „Ein militärischer Sicherheitsbereich ist eingerichtet", teilte die Bundeswehr mit. Der Absturzort liegt nach Angaben von Anwohnern an einer viel beflogenen Übungsstrecke. Gebiet weiträumig abgesperrt Das Internationale Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg ist etwa 30 Kilometer von der Absturzstelle entfernt. Nach Informationen wurde das Gebiet um den verunglückten Hubschrauber weiträumig abgesperrt. Erst in der vergangenen Woche waren zwei Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 73 „Steinhoff" bei Luftkampfübungen über Mecklenburg-Vorpommern zusammengestoßen und nahe der Ortschaft Nossentiner Hütte abgestürzt. Ein Ausbilder-Pilot hatte sich mit dem Schleudersitz gerettet und den Unfall leicht verletzt überlebt. Der Pilot der zweiten Unglücksmaschine starb. Die dritte Maschine blieb unversehrt. Am Boden wurde durch die abstürzenden Maschinen niemand verletzt, allerdings wurden Wrackteile auf einem Sportplatz, einem Feld und nahe einem Kindergarten in Nossentiner Hütte gefunden. Technischer Defekt ausgeschlossen Das in Laage bei Rostock stationierte Luftwaffengeschwader nahm am Montagmorgen den Flugbetrieb wieder auf, wie Kommodore Gero von Fritschen sagte. Hinweise auf einen Fehler an den Maschinen habe es nicht gegeben. „Bedingt dadurch, dass wir den Flugbetrieb heute wieder aufnehmen und auch die Eurofighter-Flotte insgesamt nicht den Flugbetrieb eingestellt hat, ist ersichtlich, dass wir nicht von einem technischen Defekt an einer der Maschinen ausgehen", sagte er. Vor der Wiederaufnahme des Flugbetriebs habe es eigene Analysen und ein Treffen im Kreis der fliegenden Besatzung gegeben, bei dem auch der überlebende abgestürzte Pilot und der Pilot einer dritten Maschine intern berichtet hätten. „Wir haben anhand der Erinnerung, der Gedächtnisprotokolle versucht nachzuvollziehen, was da draußen passiert ist", sagte der Kommodore. Der Unfall dürfe nicht zwischen den Besatzungen und der Wiederaufnahme des Flugbetriebs stehen. „Heute Morgen sind wir mit vier Maschinen rausgegangen, heute Nachmittag werden noch mal zwei Maschinen rausgehen", sagte er. Einschränkungen bei den geübten Taktiken gebe es nicht.

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