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Vorführung: Die mutmaßlichen Rechtsterroristen werden nach Karlsruhe zur Bundesgerichtshof gebracht, wo über die U-Haft entschieden wird. - © picture alliance/Christoph Schmidt/dpa
Vorführung: Die mutmaßlichen Rechtsterroristen werden nach Karlsruhe zur Bundesgerichtshof gebracht, wo über die U-Haft entschieden wird. | © picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Kommentar Rechtsterror: Weg mit den Scheuklappen

Rechtsradikale planten Anschläge

Steven Geyer
01.10.2018 | Stand 02.10.2018, 07:29 Uhr
Erinnert sich noch jemand an Antifa Zeckenbiss? Ein Twitter-Nutzer mit diesem Pseudonym hatte nach den Chemnitzer Ausschreitungen vom August ein Handyvideo veröffentlicht, das dann eine Regierungskrise auslöste. Das lag daran, dass Verfassungsschutzpräsident Maaßen es für nötig befand, dieses Video in den Mittelpunkt seiner Aufklärungsarbeit zu den Ausschreitungen zu stellen. Es sei ihm zu wenig über den von Flüchtlingen getöteten Deutschen geredet worden, erklärte er später, und zu viel über die aufmarschierenden Neonazis.

Wie problematisch das ist, zeigt die neue Meldung aus Chemnitz: Dort sind sieben Männer festgesetzt worden, die offensichtlich nichts anderes gründen wollten als eine rechtsextreme RAF. Spätestens jetzt muss klar sein: Die rechtsradikale Szene hat sich inzwischen so heftig radikalisiert, dass sie so ernst genommen werden muss wie alle bewaffneten Extremisten.

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